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Beschreibung
Jakob Wassermanns historischer Roman "Alexander in Babylon" gestaltet die letzten Stationen Alexanders des Großen als verdichtetes Panorama von Macht, Welteroberung und innerer Erschöpfung. Babylon erscheint nicht bloß als exotische Kulisse, sondern als symbolischer Raum, in dem hellenistischer Anspruch, orientalische Pracht und politische Zerfallserscheinungen aufeinandertreffen. Wassermanns Stil verbindet erzählerische Anschaulichkeit mit psychologischer Durchdringung; statt antiquarischer Rekonstruktion bietet er eine moderne, um 1900 geprägte Deutung historischer Größe und tragischer Hybris. Wassermann, 1873 in Fürth geboren und als deutsch-jüdischer Schriftsteller zeitlebens mit Fragen von Zugehörigkeit, Recht und moralischer Verantwortung befasst, fand in historischen Stoffen Möglichkeiten, Gegenwartsprobleme in größerer Distanz zu prüfen. Seine Sensibilität für Außenseitertum, Machtmissbrauch und geistige Vereinsamung prägt auch die Darstellung Alexanders: Der Weltherrscher wird weniger als ungebrochener Held denn als Mensch im Bann seiner Mission sichtbar. Empfohlen sei dieses Buch allen Leserinnen und Lesern, die historische Romane nicht nur als Abenteuer der Vergangenheit, sondern als Reflexion über Herrschaft, Charisma und die Grenzen menschlicher Größe verstehen. Wassermanns "Alexander in Babylon" belohnt mit atmosphärischer Dichte, intellektueller Spannung und einer zeitlosen Frage: Was bleibt vom Sieg, wenn der Sieger sich selbst verliert?
Jakob Wassermanns historischer Roman "Alexander in Babylon" gestaltet die letzten Stationen Alexanders des Großen als verdichtetes Panorama von Macht, Welteroberung und innerer Erschöpfung. Babylon erscheint nicht bloß als exotische Kulisse, sondern als symbolischer Raum, in dem hellenistischer Anspruch, orientalische Pracht und politische Zerfallserscheinungen aufeinandertreffen. Wassermanns Stil verbindet erzählerische Anschaulichkeit mit psychologischer Durchdringung; statt antiquarischer Rekonstruktion bietet er eine moderne, um 1900 geprägte Deutung historischer Größe und tragischer Hybris. Wassermann, 1873 in Fürth geboren und als deutsch-jüdischer Schriftsteller zeitlebens mit Fragen von Zugehörigkeit, Recht und moralischer Verantwortung befasst, fand in historischen Stoffen Möglichkeiten, Gegenwartsprobleme in größerer Distanz zu prüfen. Seine Sensibilität für Außenseitertum, Machtmissbrauch und geistige Vereinsamung prägt auch die Darstellung Alexanders: Der Weltherrscher wird weniger als ungebrochener Held denn als Mensch im Bann seiner Mission sichtbar. Empfohlen sei dieses Buch allen Leserinnen und Lesern, die historische Romane nicht nur als Abenteuer der Vergangenheit, sondern als Reflexion über Herrschaft, Charisma und die Grenzen menschlicher Größe verstehen. Wassermanns "Alexander in Babylon" belohnt mit atmosphärischer Dichte, intellektueller Spannung und einer zeitlosen Frage: Was bleibt vom Sieg, wenn der Sieger sich selbst verliert?
Details
Erscheinungsjahr: 2022
Genre: Importe, Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 96 S.
ISBN-13: 9788027349883
ISBN-10: 8027349885
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Wassermann, Jakob
Hersteller: e-artnow
Verantwortliche Person für die EU: e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 6 mm
Von/Mit: Jakob Wassermann
Erscheinungsdatum: 15.12.2022
Gewicht: 0,153 kg
Artikel-ID: 126417353