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Beschreibung
Die Kritik an der Ökonomisierung und Quantifizierung aller Wissenschaftsbereiche im Zuge eines 'neoliberal turn' ist mehr als berechtigt. Die Klage über jene Ökonomie- und Zweckorientierung verbindet sich allerdings meist mit der Setzung eines diffus überfrachteten Idealbilds. Diese Betrachtungsweise erweckt den Eindruck, es gäbe eine homogene, von ökonomischer Unterjochung bedrohte 'Schicksalsgemeinschaft' aller Wissenschaftler*innen. Der Blick auf die Herrschaftspraktiken und Machtasymmetrien innerhalb des universitären Systems bleibt jedoch verstellt. Verdeckt bleibt überdies die Tatsache, dass die finanzielle Prekarisierung ganz besonders diejenigen betrifft, denen auch die Teilhabe an institutioneller und epistemischer Macht verwehrt ist.

In Ambivalenzraum Universität übernimmt deshalb ein Oppositionspaar Leitcharakter: Freiheit vs. Herrschaft. In Auseinandersetzung mit dieser heuristischen Dichotomie entsteht ein Bild von Universität und Wissenschaft, das sich von rein ökonomisch orientierten kritischen Diskursen deutlich unterscheidet. Der machtkritische Fokus des Bandes wird um Perspektiven ergänzt, die auf die Auslotung bestehender und die Erschließung neuer, emanzipatorischer Handlungsmöglichkeiten innerhalb des universitären Systems abzielen.

Die Kritik an der Ökonomisierung und Quantifizierung aller Wissenschaftsbereiche im Zuge eines 'neoliberal turn' ist mehr als berechtigt. Die Klage über jene Ökonomie- und Zweckorientierung verbindet sich allerdings meist mit der Setzung eines diffus überfrachteten Idealbilds. Diese Betrachtungsweise erweckt den Eindruck, es gäbe eine homogene, von ökonomischer Unterjochung bedrohte 'Schicksalsgemeinschaft' aller Wissenschaftler*innen. Der Blick auf die Herrschaftspraktiken und Machtasymmetrien innerhalb des universitären Systems bleibt jedoch verstellt. Verdeckt bleibt überdies die Tatsache, dass die finanzielle Prekarisierung ganz besonders diejenigen betrifft, denen auch die Teilhabe an institutioneller und epistemischer Macht verwehrt ist.

In Ambivalenzraum Universität übernimmt deshalb ein Oppositionspaar Leitcharakter: Freiheit vs. Herrschaft. In Auseinandersetzung mit dieser heuristischen Dichotomie entsteht ein Bild von Universität und Wissenschaft, das sich von rein ökonomisch orientierten kritischen Diskursen deutlich unterscheidet. Der machtkritische Fokus des Bandes wird um Perspektiven ergänzt, die auf die Auslotung bestehender und die Erschließung neuer, emanzipatorischer Handlungsmöglichkeiten innerhalb des universitären Systems abzielen.

Zusammenfassung
Gerald Lind ( 1978) studierte Germanistik und Geschichte in Wien und Edinburgh. Nach der Promotion am Kolleg Kulturen der Differenz , Universität Wien, arbeitete er als wissenschaftsprekarisierter freier Kulturwissenschaftler. Derzeit ist Lind Doktorand/innencoach an der Universität Graz, Lektor für Literaturgeschichte an der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich und Literaturkritiker. Seine literarischen Texte sind für ihn ganz im Sinne Fernando Pessoas Verwirklichungen ohne den Makel der Wirklichkeit .
Details
Erscheinungsjahr: 2016
Fachbereich: Geisteswissenschaften allgemein
Genre: Geisteswissenschaften, Kunst, Musik
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 108 S.
ISBN-13: 9783958080423
ISBN-10: 3958080421
Sprache: Deutsch
Autor: Berning, Nora
Birkhan, Ines
Finzi, Daniela
Redaktion: Lind, Gerald
Pany, Doris
Herausgeber: Gerald Lind/Doris Pany
Hersteller: Neofelis
Verantwortliche Person für die EU: Neofelis Verlag GmbH, Matthias Naumann, Kuglerstr. 59, D-10439 Berlin, info@neofelis-verlag.de
Maße: 190 x 120 x 6 mm
Von/Mit: Nora Berning (u. a.)
Erscheinungsdatum: 03.02.2016
Gewicht: 0,11 kg
Artikel-ID: 104109814

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