Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Beschreibung
John Lockes Brief über die Toleranz ist eine konzentrierte politische und theologische Intervention in die Krisen der nachreformatorischen Welt. In nüchterner, argumentativ geschärfter Prosa trennt Locke die Aufgaben des Staates von denen der Kirche: Die Obrigkeit soll Leben, Freiheit und Eigentum sichern, nicht das Heil der Seelen erzwingen. Glaube erscheint als innerer Akt, dem Zwang widerspricht. Zugleich zeigt der Text die Grenzen frühmoderner Liberalität, etwa dort, wo Locke bestimmte Gruppen von der Duldung ausschließt. Als Philosoph, Arzt und politischer Schriftsteller war John Locke (1632-1704) unmittelbar in die Konflikte des englischen 17. Jahrhunderts verwickelt. Seine Nähe zu Lord Shaftesbury, die Erfahrung von Zensur, Exil in den Niederlanden und konfessioneller Gewalt prägten sein Denken. Wie in den Zwei Abhandlungen über die Regierung verbindet Locke hier empirische Nüchternheit mit normativer Schärfe: Politische Ordnung entsteht nicht aus religiöser Einheit, sondern aus rechtlich begrenzter Macht. Dieser Brief empfiehlt sich allen Leserinnen und Lesern, die die historischen Grundlagen moderner Gewissensfreiheit verstehen wollen. Er ist kein bloßes Dokument liberaler Selbstvergewisserung, sondern ein anspruchsvoller Prüfstein für heutige Debatten über Pluralismus, Staatlichkeit und die Zumutungen religiöser Verschiedenheit.
John Lockes Brief über die Toleranz ist eine konzentrierte politische und theologische Intervention in die Krisen der nachreformatorischen Welt. In nüchterner, argumentativ geschärfter Prosa trennt Locke die Aufgaben des Staates von denen der Kirche: Die Obrigkeit soll Leben, Freiheit und Eigentum sichern, nicht das Heil der Seelen erzwingen. Glaube erscheint als innerer Akt, dem Zwang widerspricht. Zugleich zeigt der Text die Grenzen frühmoderner Liberalität, etwa dort, wo Locke bestimmte Gruppen von der Duldung ausschließt. Als Philosoph, Arzt und politischer Schriftsteller war John Locke (1632-1704) unmittelbar in die Konflikte des englischen 17. Jahrhunderts verwickelt. Seine Nähe zu Lord Shaftesbury, die Erfahrung von Zensur, Exil in den Niederlanden und konfessioneller Gewalt prägten sein Denken. Wie in den Zwei Abhandlungen über die Regierung verbindet Locke hier empirische Nüchternheit mit normativer Schärfe: Politische Ordnung entsteht nicht aus religiöser Einheit, sondern aus rechtlich begrenzter Macht. Dieser Brief empfiehlt sich allen Leserinnen und Lesern, die die historischen Grundlagen moderner Gewissensfreiheit verstehen wollen. Er ist kein bloßes Dokument liberaler Selbstvergewisserung, sondern ein anspruchsvoller Prüfstein für heutige Debatten über Pluralismus, Staatlichkeit und die Zumutungen religiöser Verschiedenheit.
Details
Erscheinungsjahr: 2023
Fachbereich: Populäre Darstellungen
Genre: Importe, Philosophie
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 48 S.
ISBN-13: 9788027366736
ISBN-10: 8027366739
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Locke, John
Übersetzung: Mayer, Johann Friedrich
Hersteller: e-artnow
Verantwortliche Person für die EU: e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 4 mm
Von/Mit: John Locke
Erscheinungsdatum: 16.01.2023
Gewicht: 0,086 kg
Artikel-ID: 126488469