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Beschreibung
Briefe eines Verstorbenen ist ein ebenso glänzendes wie eigensinniges Reisebuch: ein fragmentarisches Tagebuch aus England, Wales, Irland und Frankreich, verfasst in den Jahren 1826 bis 1829. Pückler verbindet aristokratische Beobachtungsgabe, gesellschaftliche Satire, landschaftsästhetische Reflexion und politische Neugier zu einer Prosa, die zwischen Brief, Memoir, Feuilleton und Kulturdiagnose steht. Im Kontext der europäischen Reiseliteratur der Restaurationszeit erscheint das Werk als wacher Kommentar zu Modernisierung, Klassenordnung, Urbanität und nationalen Eigenarten. Hermann von Pückler-Muskau, Fürst, Weltreisender, Gartenkünstler und scharfsinniger Selbstinszenator, schrieb aus einer Biographie heraus, die selbst romanhaft wirkt. Seine Reisen nach Großbritannien waren nicht nur Bildungsunternehmen, sondern auch Teil eines kühnen sozialen und ökonomischen Projekts: Nach der formalen Scheidung von Lucie von Pappenheim suchte er eine vermögende Ehe, um Muskau und seine landschaftsgärtnerischen Visionen zu sichern. Diese Spannung zwischen Existenznot, Geschmackskultur und Weltläufigkeit durchzieht das Buch. Zu empfehlen ist dieser Band allen, die Reiseliteratur nicht als bloße Beschreibung fremder Orte, sondern als intellektuelle Selbstprüfung lesen. Pücklers Briefe bieten historische Anschauung, stilistische Eleganz und überraschend moderne Gesellschaftsanalyse; sie bewahren den Reiz eines Autors, der zugleich beobachtet, verführt und urteilt.
Briefe eines Verstorbenen ist ein ebenso glänzendes wie eigensinniges Reisebuch: ein fragmentarisches Tagebuch aus England, Wales, Irland und Frankreich, verfasst in den Jahren 1826 bis 1829. Pückler verbindet aristokratische Beobachtungsgabe, gesellschaftliche Satire, landschaftsästhetische Reflexion und politische Neugier zu einer Prosa, die zwischen Brief, Memoir, Feuilleton und Kulturdiagnose steht. Im Kontext der europäischen Reiseliteratur der Restaurationszeit erscheint das Werk als wacher Kommentar zu Modernisierung, Klassenordnung, Urbanität und nationalen Eigenarten. Hermann von Pückler-Muskau, Fürst, Weltreisender, Gartenkünstler und scharfsinniger Selbstinszenator, schrieb aus einer Biographie heraus, die selbst romanhaft wirkt. Seine Reisen nach Großbritannien waren nicht nur Bildungsunternehmen, sondern auch Teil eines kühnen sozialen und ökonomischen Projekts: Nach der formalen Scheidung von Lucie von Pappenheim suchte er eine vermögende Ehe, um Muskau und seine landschaftsgärtnerischen Visionen zu sichern. Diese Spannung zwischen Existenznot, Geschmackskultur und Weltläufigkeit durchzieht das Buch. Zu empfehlen ist dieser Band allen, die Reiseliteratur nicht als bloße Beschreibung fremder Orte, sondern als intellektuelle Selbstprüfung lesen. Pücklers Briefe bieten historische Anschauung, stilistische Eleganz und überraschend moderne Gesellschaftsanalyse; sie bewahren den Reiz eines Autors, der zugleich beobachtet, verführt und urteilt.
Details
| Erscheinungsjahr: | 2022 |
|---|---|
| Genre: | Biographien |
| Rubrik: | Belletristik |
| Medium: | Taschenbuch |
| Inhalt: | 544 S. |
| ISBN-13: | 9788027351886 |
| ISBN-10: | 802735188X |
| Sprache: | Deutsch |
| Einband: | Kartoniert / Broschiert |
| Autor: | Pückler-Muskau, Hermann von |
| Hersteller: | e-artnow |
| Verantwortliche Person für die EU: | e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com |
| Maße: | 28 x 152 x 229 mm |
| Von/Mit: | Hermann von Pückler-Muskau |
| Erscheinungsdatum: | 16.12.2022 |
| Gewicht: | 0,757 kg |