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Beschreibung
Der weltweit diskutierte Staatsrechtler Carl Schmitt (1888-1985) lernte früh den expressionistischen Dichter Theodor Däubler (1876-1934) kennen und publizierte bereits 1916 eine erste Monographie über dessen geschichtsphilosophische Nordlicht-Vision. Reinhard Mehring erörtert Schmitts Kanonpolitik, seine literarische Prägung und politisch-theologische Ästhetik, die ihn von Heidegger entfernt und Däubler annähert, den Schmitt zeitlebens als "Dichter für morgen" pries. Das wird erstmals auch aus den Handexemplaren belegt, an Däublers Werk erläutert und auch durch den Abdruck bislang unbekannter Quellen bestätigt.
Mehring analysiert und relativiert die Legende von einer katholischen Kehre Schmitts zu Annette von Droste-Hülshoff und Konrad Weiß. Schmitts Abkehr von geläufigem Christentum wird auch an seinen Überlegungen zu Kaspar Hauser als "letztem christlichen Mythos" gezeigt. Anstelle eines Hitler-Buches oder einer offenen rückblickenden Betrachtung des Nationalsozialismus schrieb Schmitt in der frühen Bundesrepublik dann das Shakespeare-Buch "Hamlet oder Hekuba", das abschließend als didaktischer Text und esoterische Legende zu Schmitts eigener Rolle im Nationalsozialismus erörtert wird.
Der weltweit diskutierte Staatsrechtler Carl Schmitt (1888-1985) lernte früh den expressionistischen Dichter Theodor Däubler (1876-1934) kennen und publizierte bereits 1916 eine erste Monographie über dessen geschichtsphilosophische Nordlicht-Vision. Reinhard Mehring erörtert Schmitts Kanonpolitik, seine literarische Prägung und politisch-theologische Ästhetik, die ihn von Heidegger entfernt und Däubler annähert, den Schmitt zeitlebens als "Dichter für morgen" pries. Das wird erstmals auch aus den Handexemplaren belegt, an Däublers Werk erläutert und auch durch den Abdruck bislang unbekannter Quellen bestätigt.
Mehring analysiert und relativiert die Legende von einer katholischen Kehre Schmitts zu Annette von Droste-Hülshoff und Konrad Weiß. Schmitts Abkehr von geläufigem Christentum wird auch an seinen Überlegungen zu Kaspar Hauser als "letztem christlichen Mythos" gezeigt. Anstelle eines Hitler-Buches oder einer offenen rückblickenden Betrachtung des Nationalsozialismus schrieb Schmitt in der frühen Bundesrepublik dann das Shakespeare-Buch "Hamlet oder Hekuba", das abschließend als didaktischer Text und esoterische Legende zu Schmitts eigener Rolle im Nationalsozialismus erörtert wird.
Details
Erscheinungsjahr: 2026
Genre: Geisteswissenschaften, Kunst, Musik
Rubrik: Literaturwissenschaft
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 144 S.
ISBN-13: 9783465047735
ISBN-10: 3465047737
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Mehring, Reinhard
Hersteller: Klostermann Vittorio GmbH
Verantwortliche Person für die EU: Vittorio Klostermann GmbH, Haus 1, 2. OG, Westerbachstr. 47, D-60489 Frankfurt am Main, verlag@klostermann.de
Maße: 197 x 120 x 12 mm
Von/Mit: Reinhard Mehring
Erscheinungsdatum: 22.07.2026
Gewicht: 0,172 kg
Artikel-ID: 136123208