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Beschreibung
Derzeit findet ein kultureller Befreiungskampf statt: Junge Menschen wehren sich dagegen, dass ihr sexuelles Selbstverständnis verächtlich behandelt und unterdrückt wird. Denn autoritäre Politik diffamiert Selbstbilder und Identitätsverständnisse, die von überlieferten Normen abweichen, als widernatürlich. Dem wird eine kulturalistische Position entgegengesetzt, die die theoretische Legitimation dafür liefert, das Konzept Natur aufzulösen.
An der Transgender-Debatte wird spürbar, dass es sich um weit mehr als einen akademischen Konflikt handelt. Was wird aus dem 'Eingedenken der Natur im Subjekt', in dem laut Horkheimer und Adorno 'die verkannte Wahrheit aller Kultur' liegt, wenn sich der kulturalistische Ansatz durchsetzt? Schweppenhäusers Essay wendet sich nach einem Blick auf aktuelle Kontroversen (etwa um die feministische Philosophin Kathleen Stock) der Physei-Nomo-Problematik in der antiken Philosophie zu; dann folgt er den verschlungenen Pfaden der Genderforschung unter den Aspekten der Deutungs- und der Gestaltungshoheit. Der Autor kommt zu dem Schluss: Die Annahme, dass Geschlechtlichkeit nominalistisch als Genderidentität zu definieren sei, sei ein philosophischer Irrweg. Die Entleerung des Naturbegriffs bereite den Boden dafür, dass sich der Wunsch nach gesellschaftlicher Selbstbestimmung in den Wunsch nach radikaler Verfügung über den je eigenen Körper verwandelt.
Derzeit findet ein kultureller Befreiungskampf statt: Junge Menschen wehren sich dagegen, dass ihr sexuelles Selbstverständnis verächtlich behandelt und unterdrückt wird. Denn autoritäre Politik diffamiert Selbstbilder und Identitätsverständnisse, die von überlieferten Normen abweichen, als widernatürlich. Dem wird eine kulturalistische Position entgegengesetzt, die die theoretische Legitimation dafür liefert, das Konzept Natur aufzulösen.
An der Transgender-Debatte wird spürbar, dass es sich um weit mehr als einen akademischen Konflikt handelt. Was wird aus dem 'Eingedenken der Natur im Subjekt', in dem laut Horkheimer und Adorno 'die verkannte Wahrheit aller Kultur' liegt, wenn sich der kulturalistische Ansatz durchsetzt? Schweppenhäusers Essay wendet sich nach einem Blick auf aktuelle Kontroversen (etwa um die feministische Philosophin Kathleen Stock) der Physei-Nomo-Problematik in der antiken Philosophie zu; dann folgt er den verschlungenen Pfaden der Genderforschung unter den Aspekten der Deutungs- und der Gestaltungshoheit. Der Autor kommt zu dem Schluss: Die Annahme, dass Geschlechtlichkeit nominalistisch als Genderidentität zu definieren sei, sei ein philosophischer Irrweg. Die Entleerung des Naturbegriffs bereite den Boden dafür, dass sich der Wunsch nach gesellschaftlicher Selbstbestimmung in den Wunsch nach radikaler Verfügung über den je eigenen Körper verwandelt.
Über den Autor
Gerhard Schweppenhäuser ist Professor für Design- und Medientheorie an der Technischen Hochschule in Würzburg und Privatdozent für Philosophie an der Universität Kassel. Forschungsschwerpunkte: Kritische Theorie, Ästhetik, Medienphilosophie.
Details
Erscheinungsjahr: 2026
Genre: Geisteswissenschaften, Kunst, Musik, Philosophie
Jahrhundert: 20. & 21. Jahrhundert
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Reihe: Blaue Reihe
Inhalt: 212 S.
ISBN-13: 9783787349937
ISBN-10: 3787349936
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Schweppenhäuser, Gerhard
Hersteller: Meiner Felix Verlag GmbH
Meiner, Felix, Verlag GmbH
Verantwortliche Person für die EU: Felix Meiner Verlag GmbH, Richardstr. 47, D-22081 Hamburg, vertrieb@meiner.de
Maße: 206 x 131 x 20 mm
Von/Mit: Gerhard Schweppenhäuser
Erscheinungsdatum: 10.03.2026
Gewicht: 0,248 kg
Artikel-ID: 134937408

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