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Beschreibung
Bereits ein Blick auf die Titel seiner Filme kündigt an, dass das Kino von Denis Villeneuve eines voller Antagonismen ist: Zum Freund gesellt sich der Feind ('Enemy'), der Gefangene ('Prisoners') verlangt nach seinem Wächter, der Killer ('Sicario') braucht sein Opfer, und der, der ankommt ('Arrival'), muss auf einen ihm freundlich gesinnten Gastgeber hoffen. Ein Kind beschwört einen Bürgerkrieg herauf ('Blade Runner 2049'), ein anderes lernt in diesem das Töten ('Die Frau die singt'). Inhaltlich mögen diese Genre-Filme nur wenig miteinander gemein haben, auf allegorischer Ebene aber spannt sich zwischen der Geschichte eines amoklaufenden Frauenhassers ('Polytechnique') und einem heiligen Krieg ('Dune') ein roter Faden, der es nicht nur erlaubt, die Katastrophe des Liberalismus, seine antagonistische Gegenwart und seine kriegerische Zukunft filmisch zu denken, sondern auch, politische Theorie und Filmtheorie miteinander zu vernähen. So besteht das Interdisziplinäre dieser Arbeit darin, die Filme von Villeneuve einer Filmanalyse zu unterziehen, die die politischen Dimensionen in seinem Schaffen offenlegt. Denn in Villeneuves Werk zeitigen sich Tendenzen einer im 21. Jahrhundert von Krisen dominierten amerikanischen Gesellschaft, die von seinen Filmen vorweggenommen, prophezeit, allegorisch verhandelt, kommentiert und zugespitzt werden.
Bereits ein Blick auf die Titel seiner Filme kündigt an, dass das Kino von Denis Villeneuve eines voller Antagonismen ist: Zum Freund gesellt sich der Feind ('Enemy'), der Gefangene ('Prisoners') verlangt nach seinem Wächter, der Killer ('Sicario') braucht sein Opfer, und der, der ankommt ('Arrival'), muss auf einen ihm freundlich gesinnten Gastgeber hoffen. Ein Kind beschwört einen Bürgerkrieg herauf ('Blade Runner 2049'), ein anderes lernt in diesem das Töten ('Die Frau die singt'). Inhaltlich mögen diese Genre-Filme nur wenig miteinander gemein haben, auf allegorischer Ebene aber spannt sich zwischen der Geschichte eines amoklaufenden Frauenhassers ('Polytechnique') und einem heiligen Krieg ('Dune') ein roter Faden, der es nicht nur erlaubt, die Katastrophe des Liberalismus, seine antagonistische Gegenwart und seine kriegerische Zukunft filmisch zu denken, sondern auch, politische Theorie und Filmtheorie miteinander zu vernähen. So besteht das Interdisziplinäre dieser Arbeit darin, die Filme von Villeneuve einer Filmanalyse zu unterziehen, die die politischen Dimensionen in seinem Schaffen offenlegt. Denn in Villeneuves Werk zeitigen sich Tendenzen einer im 21. Jahrhundert von Krisen dominierten amerikanischen Gesellschaft, die von seinen Filmen vorweggenommen, prophezeit, allegorisch verhandelt, kommentiert und zugespitzt werden.
Über den Autor
Lucas Curstädt studierte zwischen 2013 und 2018 Filmwissenschaft und Philosophie an der Universität Mainz. Seit 2019 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bonn im Bereich Medienwissenschaft. Seine Promotion 'Projektionen des nächsten Menschen' gewann den Nachwuchspreis des Büchner-Verlags. Neben der akademischen Arbeit ist er seit 2018 mit seinem Kanal die zweite produktion auf YouTube aktiv, wo er Video-Essays zu den Themen Theorie, Analyse und Geschichte des Films veröffentlicht.
Details
Erscheinungsjahr: 2026
Fachbereich: Allgemeines
Genre: Medienwissenschaften, Recht, Sozialwissenschaften, Wirtschaft
Rubrik: Wissenschaften
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 170 S.
ISBN-13: 9783963174346
ISBN-10: 396317434X
Sprache: Deutsch
Einband: Klappenbroschur
Autor: Curstädt, Lucas
Hersteller: Büchner-Verlag
Büchner-Verlag eG
Verantwortliche Person für die EU: Büchner-Verlag eG, Bahnhofstr. 5, D-35037 Marburg, info@buechner-verlag.de
Abbildungen: mit farbigen Abbildungen
Maße: 144 x 204 x 14 mm
Von/Mit: Lucas Curstädt
Erscheinungsdatum: 08.04.2026
Gewicht: 0,254 kg
Artikel-ID: 134979224

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