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Beschreibung
Ludwig Tiecks Der Aufruhr in den Cevennen entfaltet den Camisardenkrieg im Frankreich des frühen 18. Jahrhunderts als vielschichtigen historischen Roman über Glaubensnot, Verfolgung und politische Gewalt. Vor dem Hintergrund der Hugenottenunterdrückung nach der Aufhebung des Edikts von Nantes verbindet Tieck dokumentarisch anmutende Chronik, psychologische Charakterzeichnung und romantische Geschichtsdeutung. Sein Stil ist zugleich erzählerisch weit ausgreifend und reflexiv: Nicht das bloße Abenteuer, sondern die innere Zerrissenheit zwischen Gewissen, Fanatismus und staatlicher Ordnung steht im Zentrum. Tieck, eine prägende Gestalt der deutschen Frühromantik, war zeitlebens an den Übergängen von Mythos, Geschichte und dichterischer Wahrheit interessiert. Als Erzähler, Dramatiker, Übersetzer Shakespeares und Vermittler europäischer Literatur besaß er ein ausgeprägtes Gespür für religiöse Konflikte und kulturelle Umbrüche. Die Erfahrungen der napoleonischen Zeit und der Restauration mögen seinen Blick für die Gefährdung individueller Freiheit durch ideologische Macht geschärft haben. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die historische Romane nicht nur als Rekonstruktion vergangener Ereignisse, sondern als Untersuchung moralischer und geistiger Krisen verstehen. Tiecks Werk bleibt bedeutsam, weil es die Frage stellt, wann Überzeugung zur Erlösung führt und wann sie in Gewalt umschlägt.
Ludwig Tiecks Der Aufruhr in den Cevennen entfaltet den Camisardenkrieg im Frankreich des frühen 18. Jahrhunderts als vielschichtigen historischen Roman über Glaubensnot, Verfolgung und politische Gewalt. Vor dem Hintergrund der Hugenottenunterdrückung nach der Aufhebung des Edikts von Nantes verbindet Tieck dokumentarisch anmutende Chronik, psychologische Charakterzeichnung und romantische Geschichtsdeutung. Sein Stil ist zugleich erzählerisch weit ausgreifend und reflexiv: Nicht das bloße Abenteuer, sondern die innere Zerrissenheit zwischen Gewissen, Fanatismus und staatlicher Ordnung steht im Zentrum. Tieck, eine prägende Gestalt der deutschen Frühromantik, war zeitlebens an den Übergängen von Mythos, Geschichte und dichterischer Wahrheit interessiert. Als Erzähler, Dramatiker, Übersetzer Shakespeares und Vermittler europäischer Literatur besaß er ein ausgeprägtes Gespür für religiöse Konflikte und kulturelle Umbrüche. Die Erfahrungen der napoleonischen Zeit und der Restauration mögen seinen Blick für die Gefährdung individueller Freiheit durch ideologische Macht geschärft haben. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die historische Romane nicht nur als Rekonstruktion vergangener Ereignisse, sondern als Untersuchung moralischer und geistiger Krisen verstehen. Tiecks Werk bleibt bedeutsam, weil es die Frage stellt, wann Überzeugung zur Erlösung führt und wann sie in Gewalt umschlägt.
Details
Erscheinungsjahr: 2019
Genre: Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 124 S.
ISBN-13: 9788027265138
ISBN-10: 8027265134
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Tieck, Ludwig
Hersteller: Musaicum Books
Verantwortliche Person für die EU: OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com
Maße: 220 x 160 x 7 mm
Von/Mit: Ludwig Tieck
Erscheinungsdatum: 15.05.2019
Gewicht: 0,194 kg
Artikel-ID: 121349274