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Beschreibung
Die traditionelle Zweiteilung der Geschlechter, die die Unterschiede zwischen Männern und Frauen akzentuiert, wird inzwischen auch in der Psychoanalyse vor dem Hintergrund der Genderdebatte infrage gestellt. Dabei zeigt sich, dass die Debatte um Freuds Vorstellung einer grundlegenden 'konstitutionellen Bisexualität' eine Revision bisheriger psychoanalytischer Sexualtheorien ermöglicht mit dem Ziel, sich auch mit der Homosexualität, Transsexualität und Intersexualität angemessen auseinanderzusetzen.

Die AutorInnen zeigen die Folgen dieser Debatte für die pädagogische Praxis auf und beleuchten aus verschiedenen Perspektiven, wie unter anderem sexuelle Vielfalt lebendig erfahrbar gemacht werden kann, ohne die damit einhergehenden Ängste und Unsicherheiten zu ignorieren. Sie hinterfragen die Kritik an der sozialen Rollenzuschreibung und weisen dabei auch auf Probleme hin, die entstehen, wenn Psychoanalytische PädagogInnen diskurstheoretischen und (de)konstruktivistischen Überlegungen folgen, die eine Dethematisierung von 'männlich' und 'weiblich' anstreben und einer Diskriminierung unterschiedlicher sexueller Orientierungen entgegenwirken sollen.

Mit Beiträgen von Josef Christian Aigner, Mechthild Bereswill, Günther Bittner, Frank Dammasch, Marian Kratz, Hans-Geert Metzger, Ilka Quindeau, Barbara Rendtorff und Marc Thielen
Die traditionelle Zweiteilung der Geschlechter, die die Unterschiede zwischen Männern und Frauen akzentuiert, wird inzwischen auch in der Psychoanalyse vor dem Hintergrund der Genderdebatte infrage gestellt. Dabei zeigt sich, dass die Debatte um Freuds Vorstellung einer grundlegenden 'konstitutionellen Bisexualität' eine Revision bisheriger psychoanalytischer Sexualtheorien ermöglicht mit dem Ziel, sich auch mit der Homosexualität, Transsexualität und Intersexualität angemessen auseinanderzusetzen.

Die AutorInnen zeigen die Folgen dieser Debatte für die pädagogische Praxis auf und beleuchten aus verschiedenen Perspektiven, wie unter anderem sexuelle Vielfalt lebendig erfahrbar gemacht werden kann, ohne die damit einhergehenden Ängste und Unsicherheiten zu ignorieren. Sie hinterfragen die Kritik an der sozialen Rollenzuschreibung und weisen dabei auch auf Probleme hin, die entstehen, wenn Psychoanalytische PädagogInnen diskurstheoretischen und (de)konstruktivistischen Überlegungen folgen, die eine Dethematisierung von 'männlich' und 'weiblich' anstreben und einer Diskriminierung unterschiedlicher sexueller Orientierungen entgegenwirken sollen.

Mit Beiträgen von Josef Christian Aigner, Mechthild Bereswill, Günther Bittner, Frank Dammasch, Marian Kratz, Hans-Geert Metzger, Ilka Quindeau, Barbara Rendtorff und Marc Thielen
Inhaltsverzeichnis
Von normativen Identitätsvorstellungen zur Ambiguitätstoleranz
Ilka Quindeau

Geschlecht als Konfliktkategorie und als soziale Konstruktion
Überlegungen zu einer grundlegenden Spannung
Mechthild Bereswill

Psychoanalyse, Geschlecht und die Pädagogik
Barbara Rendtorff

'Let's talk about Sex'
Kritische Anmerkungen zur Thematisierung von Sexualität in pädagogischen Aufklärungsdiskursen über unbegleitete minderjährige Geflüchtete
Marc Thielen

Körper ohne Gewicht?
Über Gender, Gender Roles und Gender Identity
Günther Bittner

Das Geschlechtsspezifische in pädagogischen Beziehungen
Die Aberkennung von Geschlecht und die Grenzen des Konstruktivismus
Josef Christian Aigner

Entwicklungsprozesse des männlichen Kindes und Jugendlichen
Frank Dammasch

Neue Familienformen und Reproduktionsmedizin
Ein psychoanalytischer Zugang
Hans-Gerrt Metzger

Literaturrückschau

Sprachverwirrung zwischen Sex und Gender
Eine Literaturrückschau zur Frage nach einer psychoanalytisch-pädagogischen Genderdebatte
Marian Kratz

Rezensionen

David Zimmermann, Matthias Meyer, Jan Hoyer (Hrsg.): Ausgrenzung und Teilhabe. Perspektiven einer kritischen Sonderpädagogik auf emotionale und soziale Entwicklung (Tillmann F. Kreuzer)

Andreas Hamburger, Wolfgang Mertens (Hrsg.): Supervision - Konzepte und Anwendungen. Band. Supervision in der Praxis - ein Überblick (Florian Jacobs)
Details
Erscheinungsjahr: 2019
Fachbereich: Allgemeines
Genre: Erziehung & Bildung, Recht, Sozialwissenschaften, Wirtschaft
Rubrik: Sozialwissenschaften
Thema: Lexika
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 182 S.
ISBN-13: 9783837928372
ISBN-10: 3837928373
Sprache: Deutsch
Herstellernummer: 2837
Einband: Kartoniert / Broschiert
Redaktion: Ahrbeck, Bernd
Dörr, Margret
Gstach, Johannes
Herausgeber: Bernd Ahrbeck/Margret Dörr/Johannes Gstach u a
Auflage: 1. Auflage
Hersteller: Psychosozial-Verlag
Psychosozial-Verlag GmbH & Co. KG
Verantwortliche Person für die EU: Psychosozial-Verlag, Walltorstr. 10, D-35390 Gießen, vertrieb@psychosozial-verlag.de
Maße: 210 x 148 x 14 mm
Von/Mit: Bernd Ahrbeck (u. a.)
Erscheinungsdatum: 01.01.2019
Gewicht: 0,275 kg
Artikel-ID: 113630359

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