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Beschreibung
Gustav Meyrinks Der Golem, 1915 erschienen, ist ein Schlüsselwerk der deutschsprachigen phantastischen Moderne. Im labyrinthischen Prager Ghetto entfaltet der Roman die Geschichte des Gemmenschneiders Athanasius Pernath, dessen Identität, Erinnerung und Wahrnehmung in einen Strudel aus Traum, Okkultismus und sozialer Bedrängnis geraten. Meyrinks Stil verbindet expressionistische Bildkraft, symbolistische Verdichtung und kriminalistische Spannung; die jüdische Legende vom Golem wird dabei weniger als Schauermotiv denn als Chiffre für verdrängtes Bewusstsein und spirituelle Selbstwerdung gestaltet. Meyrink, 1868 in Wien geboren und lange in Prag lebend, war mit den geistigen Strömungen seiner Zeit intensiv vertraut: Theosophie, Kabbala, Buddhismus, Alchemie und okkulte Praktiken prägten sein Denken ebenso wie die Erfahrung bürgerlicher Entfremdung und existenzieller Krise. Seine eigene Biographie, einschließlich gesellschaftlicher Außenseitererfahrungen und einer tiefen Skepsis gegenüber positivistischer Vernunft, erklärt die eigentümliche Verbindung von Satire, Mystik und psychologischer Unruhe, die den Roman trägt. Der Golem empfiehlt sich Lesern, die nicht bloß eine klassische Schauergeschichte suchen, sondern ein vielschichtiges Werk über Identität, Erlösung und die Macht innerer Bilder. Als Roman zwischen Fin de Siècle, Expressionismus und moderner Bewusstseinsprosa bleibt er literarisch wie ideengeschichtlich außerordentlich anregend.
Gustav Meyrinks Der Golem, 1915 erschienen, ist ein Schlüsselwerk der deutschsprachigen phantastischen Moderne. Im labyrinthischen Prager Ghetto entfaltet der Roman die Geschichte des Gemmenschneiders Athanasius Pernath, dessen Identität, Erinnerung und Wahrnehmung in einen Strudel aus Traum, Okkultismus und sozialer Bedrängnis geraten. Meyrinks Stil verbindet expressionistische Bildkraft, symbolistische Verdichtung und kriminalistische Spannung; die jüdische Legende vom Golem wird dabei weniger als Schauermotiv denn als Chiffre für verdrängtes Bewusstsein und spirituelle Selbstwerdung gestaltet. Meyrink, 1868 in Wien geboren und lange in Prag lebend, war mit den geistigen Strömungen seiner Zeit intensiv vertraut: Theosophie, Kabbala, Buddhismus, Alchemie und okkulte Praktiken prägten sein Denken ebenso wie die Erfahrung bürgerlicher Entfremdung und existenzieller Krise. Seine eigene Biographie, einschließlich gesellschaftlicher Außenseitererfahrungen und einer tiefen Skepsis gegenüber positivistischer Vernunft, erklärt die eigentümliche Verbindung von Satire, Mystik und psychologischer Unruhe, die den Roman trägt. Der Golem empfiehlt sich Lesern, die nicht bloß eine klassische Schauergeschichte suchen, sondern ein vielschichtiges Werk über Identität, Erlösung und die Macht innerer Bilder. Als Roman zwischen Fin de Siècle, Expressionismus und moderner Bewusstseinsprosa bleibt er literarisch wie ideengeschichtlich außerordentlich anregend.
Details
| Genre: | Science Fiction & Fantasy |
|---|---|
| Rubrik: | Belletristik |
| Medium: | Taschenbuch |
| ISBN-13: | 9788027254491 |
| ISBN-10: | 8027254493 |
| Sprache: | Deutsch |
| Autor: | Meyrink, Gustav |
| Hersteller: | Musaicum Books |
| Verantwortliche Person für die EU: | OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com |
| Maße: | 229 x 152 x 7 mm |
| Von/Mit: | Gustav Meyrink |
| Erscheinungsdatum: | 04.12.2022 |
| Gewicht: | 0,209 kg |