Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Beschreibung
In "Der häusliche Herd" entfaltet Émile Zola eine scharfsichtige Anatomie des bürgerlichen Wohnhauses im Paris des Zweiten Kaiserreichs. Hinter der Fassade sittlicher Ordnung, familiärer Behaglichkeit und gesellschaftlicher Wohlanständigkeit zeigt der Roman ein Geflecht aus Ehebruch, Habgier, sozialer Berechnung und moralischer Selbsttäuschung. In naturalistischer Präzision verbindet Zola detailreiche Milieuschilderung mit satirischer Zuspitzung; das Haus wird zum Experimentierraum, in dem Sprache, Architektur und Begehren die verborgenen Mechanismen der Bourgeoisie offenlegen. Zola, Hauptvertreter des französischen Naturalismus, schrieb den Roman im Rahmen seines Zyklus "Les Rougon-Macquart", der die Wirkungen von Vererbung, Umwelt und historischer Epoche auf Individuen untersucht. Seine journalistische Erfahrung, sein Interesse an zeitgenössischer Soziologie und seine republikanische Skepsis gegenüber der imperialen Gesellschaft prägen diese Darstellung. Die minutiöse Beobachtung des Alltags dient ihm nicht bloß als Realismus, sondern als literarische Diagnose einer Klasse, die ihre Laster durch Anstandsrhetorik tarnt. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die Gesellschaftsroman, psychologische Entlarvung und literarische Kritik an bürgerlichen Mythen schätzen. "Der häusliche Herd" bleibt ein eindrucksvolles Werk, weil es zeigt, wie privateste Räume politische und moralische Wahrheiten speichern.
In "Der häusliche Herd" entfaltet Émile Zola eine scharfsichtige Anatomie des bürgerlichen Wohnhauses im Paris des Zweiten Kaiserreichs. Hinter der Fassade sittlicher Ordnung, familiärer Behaglichkeit und gesellschaftlicher Wohlanständigkeit zeigt der Roman ein Geflecht aus Ehebruch, Habgier, sozialer Berechnung und moralischer Selbsttäuschung. In naturalistischer Präzision verbindet Zola detailreiche Milieuschilderung mit satirischer Zuspitzung; das Haus wird zum Experimentierraum, in dem Sprache, Architektur und Begehren die verborgenen Mechanismen der Bourgeoisie offenlegen. Zola, Hauptvertreter des französischen Naturalismus, schrieb den Roman im Rahmen seines Zyklus "Les Rougon-Macquart", der die Wirkungen von Vererbung, Umwelt und historischer Epoche auf Individuen untersucht. Seine journalistische Erfahrung, sein Interesse an zeitgenössischer Soziologie und seine republikanische Skepsis gegenüber der imperialen Gesellschaft prägen diese Darstellung. Die minutiöse Beobachtung des Alltags dient ihm nicht bloß als Realismus, sondern als literarische Diagnose einer Klasse, die ihre Laster durch Anstandsrhetorik tarnt. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die Gesellschaftsroman, psychologische Entlarvung und literarische Kritik an bürgerlichen Mythen schätzen. "Der häusliche Herd" bleibt ein eindrucksvolles Werk, weil es zeigt, wie privateste Räume politische und moralische Wahrheiten speichern.
Details
Genre: Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
ISBN-13: 9788027256419
ISBN-10: 8027256410
Sprache: Deutsch
Autor: Zola, Emile
Übersetzung: Schwarz, Armin
Hersteller: Musaicum Books
Verantwortliche Person für die EU: OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 12 mm
Von/Mit: Emile Zola
Erscheinungsdatum: 04.12.2022
Gewicht: 0,329 kg
Artikel-ID: 129676921