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Beschreibung
Der Hagestolz entfaltet in konzentrierter Form einen Bildungsweg: Der junge Viktor wird aus vertrauter häuslicher Geborgenheit zu seinem vereinsamten Oheim gerufen, einem reichen Junggesellen, dessen Leben von Besitz, Verzicht und verfehlter Liebe geprägt ist. In der Begegnung der Generationen prüft Stifter die Voraussetzungen gelingender Reife: Dankbarkeit, Maß, Bindungsfähigkeit und die Abwehr egoistischer Selbstgenügsamkeit. Der ruhige, bildhaft genaue Stil, die sorgfältige Natur- und Raumzeichnung sowie die moralische Architektur verankern die Erzählung im österreichischen Biedermeier und machen sie zugleich zu einem Bildungsroman in Miniatur. Adalbert Stifter, 1805 im böhmischen Oberplan geboren und 1868 in Linz gestorben, war Erzähler, Maler, Pädagoge und Schulinspektor. Seine Erfahrungen zwischen ländlicher Herkunft, Wiener Bildung und amtlicher Erziehungsarbeit schärften seinen Blick für Charakterbildung, soziale Verantwortung und die heilende Ordnung des Alltäglichen. Der Hagestolz spiegelt Stifters zentrale Überzeugung vom "sanften Gesetz": Nicht dramatische Umstürze, sondern stille sittliche Kräfte formen den Menschen. Empfohlen sei dieses Werk allen Leserinnen und Lesern, die hinter der scheinbaren Schlichtheit klassischer Prosa philosophische Genauigkeit suchen. Stifter zeigt, wie eine Lebensentscheidung aus Erinnerung, Prüfung und Zuneigung hervorgeht. Wer Bildungsroman nicht als Abenteuer des Äußeren, sondern als langsame Klärung des Inneren versteht, findet hier eine leise, nachhaltige Meistererzählung.
Der Hagestolz entfaltet in konzentrierter Form einen Bildungsweg: Der junge Viktor wird aus vertrauter häuslicher Geborgenheit zu seinem vereinsamten Oheim gerufen, einem reichen Junggesellen, dessen Leben von Besitz, Verzicht und verfehlter Liebe geprägt ist. In der Begegnung der Generationen prüft Stifter die Voraussetzungen gelingender Reife: Dankbarkeit, Maß, Bindungsfähigkeit und die Abwehr egoistischer Selbstgenügsamkeit. Der ruhige, bildhaft genaue Stil, die sorgfältige Natur- und Raumzeichnung sowie die moralische Architektur verankern die Erzählung im österreichischen Biedermeier und machen sie zugleich zu einem Bildungsroman in Miniatur. Adalbert Stifter, 1805 im böhmischen Oberplan geboren und 1868 in Linz gestorben, war Erzähler, Maler, Pädagoge und Schulinspektor. Seine Erfahrungen zwischen ländlicher Herkunft, Wiener Bildung und amtlicher Erziehungsarbeit schärften seinen Blick für Charakterbildung, soziale Verantwortung und die heilende Ordnung des Alltäglichen. Der Hagestolz spiegelt Stifters zentrale Überzeugung vom "sanften Gesetz": Nicht dramatische Umstürze, sondern stille sittliche Kräfte formen den Menschen. Empfohlen sei dieses Werk allen Leserinnen und Lesern, die hinter der scheinbaren Schlichtheit klassischer Prosa philosophische Genauigkeit suchen. Stifter zeigt, wie eine Lebensentscheidung aus Erinnerung, Prüfung und Zuneigung hervorgeht. Wer Bildungsroman nicht als Abenteuer des Äußeren, sondern als langsame Klärung des Inneren versteht, findet hier eine leise, nachhaltige Meistererzählung.
Details
Erscheinungsjahr: 2022
Genre: Biographien, Importe
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 72 S.
ISBN-13: 9788027353316
ISBN-10: 8027353319
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Stifter, Adalbert
Hersteller: e-artnow
Verantwortliche Person für die EU: e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 5 mm
Von/Mit: Adalbert Stifter
Erscheinungsdatum: 16.12.2022
Gewicht: 0,12 kg
Artikel-ID: 127834743

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