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Beschreibung
Die Chronik der Sperlingsgasse entwirft aus der Perspektive des alternden Johannes Wachholder ein fein gegliedertes Panorama einer Berliner Straße, deren Bewohnergeschichten sich zu einer poetischen Sozialgeschichte des Alltags fügen. Raabe verbindet episodische Chronik, Erinnerungsprosa und humorvoll-melancholische Skizze; sein Stil ist zugleich behutsam ironisch und von empfindsamer Anteilnahme getragen. Im Kontext des deutschen Poetischen Realismus erscheint das Werk als frühes Beispiel jener Kunst, im unscheinbaren Milieu die historischen Spannungen, Verluste und Hoffnungen des 19. Jahrhunderts sichtbar zu machen. Wilhelm Raabe, 1831 in Eschershausen geboren, schrieb diesen Debütroman in seinen Berliner Jahren und veröffentlichte ihn 1856 unter dem Pseudonym Jakob Corvinus. Seine eigene Erfahrung von Provinzherkunft, Großstadtbeobachtung und ungesicherter künstlerischer Existenz prägt die genaue Wahrnehmung kleiner Leute und beschädigter Lebensläufe. Die Nachwirkungen von Biedermeier, Revolutionserfahrung und bürgerlicher Neuordnung lieferten ihm den geistigen Hintergrund für diese stille, doch vielstimmige Chronik. Empfohlen sei dieses Buch allen Lesern, die Realismus nicht als bloße Wirklichkeitsabschrift, sondern als moralisch wache Erinnerungskunst verstehen. Die Chronik der Sperlingsgasse belohnt geduldige Lektüre mit Wärme, Witz und historischer Tiefenschärfe; sie zeigt, wie aus einer Gasse eine ganze Welt werden kann.
Die Chronik der Sperlingsgasse entwirft aus der Perspektive des alternden Johannes Wachholder ein fein gegliedertes Panorama einer Berliner Straße, deren Bewohnergeschichten sich zu einer poetischen Sozialgeschichte des Alltags fügen. Raabe verbindet episodische Chronik, Erinnerungsprosa und humorvoll-melancholische Skizze; sein Stil ist zugleich behutsam ironisch und von empfindsamer Anteilnahme getragen. Im Kontext des deutschen Poetischen Realismus erscheint das Werk als frühes Beispiel jener Kunst, im unscheinbaren Milieu die historischen Spannungen, Verluste und Hoffnungen des 19. Jahrhunderts sichtbar zu machen. Wilhelm Raabe, 1831 in Eschershausen geboren, schrieb diesen Debütroman in seinen Berliner Jahren und veröffentlichte ihn 1856 unter dem Pseudonym Jakob Corvinus. Seine eigene Erfahrung von Provinzherkunft, Großstadtbeobachtung und ungesicherter künstlerischer Existenz prägt die genaue Wahrnehmung kleiner Leute und beschädigter Lebensläufe. Die Nachwirkungen von Biedermeier, Revolutionserfahrung und bürgerlicher Neuordnung lieferten ihm den geistigen Hintergrund für diese stille, doch vielstimmige Chronik. Empfohlen sei dieses Buch allen Lesern, die Realismus nicht als bloße Wirklichkeitsabschrift, sondern als moralisch wache Erinnerungskunst verstehen. Die Chronik der Sperlingsgasse belohnt geduldige Lektüre mit Wärme, Witz und historischer Tiefenschärfe; sie zeigt, wie aus einer Gasse eine ganze Welt werden kann.
Details
| Erscheinungsjahr: | 2022 |
|---|---|
| Genre: | Biographien |
| Rubrik: | Belletristik |
| Medium: | Taschenbuch |
| Inhalt: | 88 S. |
| ISBN-13: | 9788027350308 |
| ISBN-10: | 8027350301 |
| Sprache: | Deutsch |
| Einband: | Kartoniert / Broschiert |
| Autor: | Raabe, Wilhelm |
| Hersteller: | e-artnow |
| Verantwortliche Person für die EU: | e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com |
| Maße: | 229 x 152 x 5 mm |
| Von/Mit: | Wilhelm Raabe |
| Erscheinungsdatum: | 15.12.2022 |
| Gewicht: | 0,142 kg |