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Beschreibung
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Institut für Germanistik), Veranstaltung: Das Böse in Literatur und Film, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Leitthema dieser Arbeit soll die Betrachtung der Figur des Jokers in ihrer medialen Umsetzung im Film The Dark Knight sein. Ich stelle hier insbesondere die Frage nach dem Motiv der Figur, nach ihrer Intention. Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, ob sich in ihr die Darstellung eines motivlosen Bösen finden lässt, oder ob es nicht viel mehr um eine filmische Darstellung des Übermenschen nach Friedrich Nietzsche handelt. Ist der Joker DAS Böse, das um seiner selbst Willen handelt, oder ist es doch eine Figur mit einer nachvollziehbaren und damit menschlichen Motivation? Der Übermensch ist im Gegensatz zum motivlosen Bösen sehr zielgerichtet und strebt nach einer positiven Menschheitsentwicklung, wie ich im anschließenden Kapitel veranschaulichen werde. Erfüllt der Joker tatsächlich dieses Bild?Nachdem ich die Ideologie Nietzsches dargelegt habe, werde ich mich im dritten Kapitel Nolans Figur widmen, um das zu untersuchen. Bei dieser Untersuchung habe ich zwei Kriterien in den Fokus gerückt. Zunächst werde ich mittels der Methode der Werkimmanenz erarbeiten, wie die Figur konstruiert ist. Danach wende ich mich der essentiellen Frage zu, ob die Figur geistig gesund ist wobei der Terminus zu definieren ist , oder nicht. Dies ist insofern wichtig, da der Übermensch nach Nietzsche geistig gesund sein muss. Würde der Joker diese Grundvoraussetzung der geistigen Zurechnungsfähigkeit nicht erfüllen, wäre die gesamte Diskussion bezüglich des Übermenschen hinfällig. Bei Untersuchungen zur Figur besteht da keineswegs ein wissenschaftlicher Konsens. Ich werde versuchen, werkimmanent zu klären, weshalb die Figur in meinen Augen durchaus geistig gesund ist.
Auf der Basis dieser beiden Ausführungen im dritten Kapitel versuche ich dann im vierten Kapitel zu zeigen, dass Nolan hier tatsächlich eine fiktive Realisierung des Nietzscheschen Übermenschen präsentiert, diese aber auf dem letzten Schritt scheitern lässt. Als letzter Punkt und als Konklusion aus den vorangegangenen Punkten wird sich daher zeigen, dass der Joker nicht böse, jedoch ein gescheiterter Übermenschen ist.
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Institut für Germanistik), Veranstaltung: Das Böse in Literatur und Film, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Leitthema dieser Arbeit soll die Betrachtung der Figur des Jokers in ihrer medialen Umsetzung im Film The Dark Knight sein. Ich stelle hier insbesondere die Frage nach dem Motiv der Figur, nach ihrer Intention. Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, ob sich in ihr die Darstellung eines motivlosen Bösen finden lässt, oder ob es nicht viel mehr um eine filmische Darstellung des Übermenschen nach Friedrich Nietzsche handelt. Ist der Joker DAS Böse, das um seiner selbst Willen handelt, oder ist es doch eine Figur mit einer nachvollziehbaren und damit menschlichen Motivation? Der Übermensch ist im Gegensatz zum motivlosen Bösen sehr zielgerichtet und strebt nach einer positiven Menschheitsentwicklung, wie ich im anschließenden Kapitel veranschaulichen werde. Erfüllt der Joker tatsächlich dieses Bild?Nachdem ich die Ideologie Nietzsches dargelegt habe, werde ich mich im dritten Kapitel Nolans Figur widmen, um das zu untersuchen. Bei dieser Untersuchung habe ich zwei Kriterien in den Fokus gerückt. Zunächst werde ich mittels der Methode der Werkimmanenz erarbeiten, wie die Figur konstruiert ist. Danach wende ich mich der essentiellen Frage zu, ob die Figur geistig gesund ist wobei der Terminus zu definieren ist , oder nicht. Dies ist insofern wichtig, da der Übermensch nach Nietzsche geistig gesund sein muss. Würde der Joker diese Grundvoraussetzung der geistigen Zurechnungsfähigkeit nicht erfüllen, wäre die gesamte Diskussion bezüglich des Übermenschen hinfällig. Bei Untersuchungen zur Figur besteht da keineswegs ein wissenschaftlicher Konsens. Ich werde versuchen, werkimmanent zu klären, weshalb die Figur in meinen Augen durchaus geistig gesund ist.
Auf der Basis dieser beiden Ausführungen im dritten Kapitel versuche ich dann im vierten Kapitel zu zeigen, dass Nolan hier tatsächlich eine fiktive Realisierung des Nietzscheschen Übermenschen präsentiert, diese aber auf dem letzten Schritt scheitern lässt. Als letzter Punkt und als Konklusion aus den vorangegangenen Punkten wird sich daher zeigen, dass der Joker nicht böse, jedoch ein gescheiterter Übermenschen ist.
Über den Autor
Ich wurde 1987 in Sachsen geboren und arbeitete nach meinem Abitur 2005 im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres an einer Integrationskindertagesstätte. Dann verließ ich meine Geburtsstadt, um in Düsseldorf an der Heinrich-Heine-Universität das Studium der Germanistik und der Soziologie aufzunehmen. Ich absolvierte 2009 in der Regelstudienzeit den Bachelor und studierte direkt im Anschluss weiter im Masterstudiengang Germanistik. Im September 2011 bekam ich ebenfalls in der Regelstudienzeit den zweiten akademischen Grad "Master of Arts" mit der Durchschnittsnote "sehr gut" verliehen.
Details
Erscheinungsjahr: 2013
Genre: Allg. & vergl. Sprachwissenschaft, Geisteswissenschaften, Kunst, Musik
Rubrik: Sprachwissenschaft
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 68 S.
ISBN-13: 9783656344841
ISBN-10: 3656344841
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Scherpe, Cornelia
Auflage: 1. Auflage
Hersteller: GRIN Verlag
Verantwortliche Person für die EU: GRIN Publishing GmbH, Waltherstr. 23, D-80337 München, info@grin.com
Maße: 210 x 148 x 6 mm
Von/Mit: Cornelia Scherpe
Erscheinungsdatum: 06.01.2013
Gewicht: 0,112 kg
Artikel-ID: 106113783

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