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Beschreibung
Die Fußspuren der Jesuiten untersucht die Geschichte der Gesellschaft Jesu als weltpolitische Macht und liest ihre Spuren in Mission, Erziehung, Diplomatie und konfessionellem Konflikt. Thompson verbindet historische Erzählung mit protestantisch-republikanischer Polemik; sein Stil ist dokumentarisch ambitioniert, anklagend und rhetorisch geschärft. Im Kontext des späten 19. Jahrhunderts, geprägt von Antikatholizismus, Einwanderungsdebatten und Misstrauen gegenüber ultramontaner Autorität, erscheint das Buch weniger als neutrale Ordensgeschichte denn als politisches Zeugnis einer Epoche, die Religion als Frage der öffentlichen Freiheit verstand. Richard W. Thompson, Jurist, Politiker aus Indiana und ehemaliger Marineminister der Vereinigten Staaten, schrieb aus der Perspektive eines Mannes, der nationale Institutionen und bürgerliche Souveränität verteidigt sehen wollte. Seine Laufbahn in Whig-, republikanischen und nativistisch gefärbten Milieus erklärt die Sensibilität für Loyalität, Verfassung und religiösen Einfluss auf staatliche Ordnungen. Diese biographische Prägung verleiht dem Werk Energie, begrenzt aber zugleich seine Objektivität. Empfohlen sei das Buch Lesern, die die politische Imagination des amerikanischen Protestantismus, die Geschichte antijesuitischer Argumentationsmuster oder die Wechselwirkung von Religion und Demokratie erforschen möchten. Wer es kritisch liest, gewinnt keinen endgültigen Bericht über die Jesuiten, wohl aber ein aufschlussreiches Dokument historischer Ängste, Überzeugungen und Machtdeutungen.
Die Fußspuren der Jesuiten untersucht die Geschichte der Gesellschaft Jesu als weltpolitische Macht und liest ihre Spuren in Mission, Erziehung, Diplomatie und konfessionellem Konflikt. Thompson verbindet historische Erzählung mit protestantisch-republikanischer Polemik; sein Stil ist dokumentarisch ambitioniert, anklagend und rhetorisch geschärft. Im Kontext des späten 19. Jahrhunderts, geprägt von Antikatholizismus, Einwanderungsdebatten und Misstrauen gegenüber ultramontaner Autorität, erscheint das Buch weniger als neutrale Ordensgeschichte denn als politisches Zeugnis einer Epoche, die Religion als Frage der öffentlichen Freiheit verstand. Richard W. Thompson, Jurist, Politiker aus Indiana und ehemaliger Marineminister der Vereinigten Staaten, schrieb aus der Perspektive eines Mannes, der nationale Institutionen und bürgerliche Souveränität verteidigt sehen wollte. Seine Laufbahn in Whig-, republikanischen und nativistisch gefärbten Milieus erklärt die Sensibilität für Loyalität, Verfassung und religiösen Einfluss auf staatliche Ordnungen. Diese biographische Prägung verleiht dem Werk Energie, begrenzt aber zugleich seine Objektivität. Empfohlen sei das Buch Lesern, die die politische Imagination des amerikanischen Protestantismus, die Geschichte antijesuitischer Argumentationsmuster oder die Wechselwirkung von Religion und Demokratie erforschen möchten. Wer es kritisch liest, gewinnt keinen endgültigen Bericht über die Jesuiten, wohl aber ein aufschlussreiches Dokument historischer Ängste, Überzeugungen und Machtdeutungen.
Details
Erscheinungsjahr: 2025
Genre: Importe, Religion & Theologie
Religion: Christentum
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 252 S.
ISBN-13: 9788028390471
ISBN-10: 8028390471
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Thompson, Richard W.
Hersteller: Copycat
Verantwortliche Person für die EU: Copycat s.r.o., 22, Holesovice, Schnirchova 662, ?-170 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 14 mm
Von/Mit: Richard W. Thompson
Erscheinungsdatum: 23.06.2025
Gewicht: 0,371 kg
Artikel-ID: 133595837