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Beschreibung
Anatole Frances Roman "Die Götter dürsten" entfaltet am Schicksal des jungen Malers Évariste Gamelin ein präzises Panorama der Französischen Revolution im Jahr des Terrors. Gamelin, vom republikanischen Idealismus beseelt, wird Geschworener des Revolutionstribunals und verwandelt abstrakte Tugend in tödliche Rechtsprechung. In klassisch klarer, ironisch kontrollierter Prosa verbindet France historischen Realismus mit philosophischer Skepsis; der Roman steht im Kontext der großen Revolutionsdarstellungen, demontiert jedoch heroische Geschichtsbilder zugunsten einer Analyse politischer Religion. Anatole France, 1844 in Paris geboren und 1921 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet, war ein Gelehrter, Stilist und republikanischer Intellektueller von ausgeprägtem Sinn für Ambivalenz. Seine Erfahrungen in der Dritten Republik, sein Engagement in der Dreyfus-Affäre und seine antiklerikale, humanistische Bildung schärften den Blick für Dogmatismus, Massenmoral und die Gefahren absolut gesetzter Wahrheit. Diese geistige Herkunft erklärt die kühle Eindringlichkeit, mit der er revolutionäre Reinheitsansprüche literarisch prüft. Empfohlen sei dieses Buch allen Leserinnen und Lesern, die historische Romane nicht als Kostümstücke, sondern als Denkformen schätzen. "Die Götter dürsten" ist zugleich spannend, elegant und beunruhigend aktuell: eine Studie darüber, wie Gerechtigkeit in Fanatismus umschlagen kann.
Anatole Frances Roman "Die Götter dürsten" entfaltet am Schicksal des jungen Malers Évariste Gamelin ein präzises Panorama der Französischen Revolution im Jahr des Terrors. Gamelin, vom republikanischen Idealismus beseelt, wird Geschworener des Revolutionstribunals und verwandelt abstrakte Tugend in tödliche Rechtsprechung. In klassisch klarer, ironisch kontrollierter Prosa verbindet France historischen Realismus mit philosophischer Skepsis; der Roman steht im Kontext der großen Revolutionsdarstellungen, demontiert jedoch heroische Geschichtsbilder zugunsten einer Analyse politischer Religion. Anatole France, 1844 in Paris geboren und 1921 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet, war ein Gelehrter, Stilist und republikanischer Intellektueller von ausgeprägtem Sinn für Ambivalenz. Seine Erfahrungen in der Dritten Republik, sein Engagement in der Dreyfus-Affäre und seine antiklerikale, humanistische Bildung schärften den Blick für Dogmatismus, Massenmoral und die Gefahren absolut gesetzter Wahrheit. Diese geistige Herkunft erklärt die kühle Eindringlichkeit, mit der er revolutionäre Reinheitsansprüche literarisch prüft. Empfohlen sei dieses Buch allen Leserinnen und Lesern, die historische Romane nicht als Kostümstücke, sondern als Denkformen schätzen. "Die Götter dürsten" ist zugleich spannend, elegant und beunruhigend aktuell: eine Studie darüber, wie Gerechtigkeit in Fanatismus umschlagen kann.
Details
Erscheinungsjahr: 2019
Genre: Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 112 S.
ISBN-13: 9788027252732
ISBN-10: 8027252733
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: France, Anatole
Übersetzung: Oppeln-Bronikowski, Friedrich von
Hersteller: Musaicum Books
Verantwortliche Person für die EU: OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com
Maße: 220 x 160 x 6 mm
Von/Mit: Anatole France
Erscheinungsdatum: 07.05.2019
Gewicht: 0,177 kg
Artikel-ID: 121348653

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