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Beschreibung

Mit der umstrittenen Integration der Kunstgewerbeschule in die Düsseldorfer Kunstakademie wurde deren historisches Selbstverständnis als Lehranstalt der freien Künste in Frage gestellt. Zugleich ermöglichte sie Reformen, die in dem Buch erstmals ausführlich diskutiert werden. Die Kunstgewerbeschule hatte unter Peter Behrens und Wilhelm Kreis die Kunstausbildung aufgewertet und geriet dadurch in Konkurrenz zur Kunstakademie. Die Integration der Kunstgewerbeschule kurz vor Gründung des Bauhauses ermöglichte Reformen, die auf der Kooperation von freier und angewandter Kunst beruhten und den auf die Malerei fixierten Anspruch auf künstlerische Freiheit an der sozialen und ökonomischen Realität relativierten. Mit der Berufung fortschrittlicher Künstlern vor allem unter Walter Kaesbach (Direktor 1924-1933) fand die mit der "Düsseldorfer Malerschule" assoziierte Institution Anschluss an die neueste Kunst. Gleichzeitig lehrten noch immer Professoren, die vor 1910 eingestellt worden waren. Das Buch geht dem widersprüchlichen und produktiven Potential zwischen Tradition und Avantgarde nach. Es zeigt, dass eine Kunstausbildungsreform in der Weimarer Republik auch jenseits des Bauhauses und mit ähnlichen Mitteln und Zielen erfolgte.

Mit der umstrittenen Integration der Kunstgewerbeschule in die Düsseldorfer Kunstakademie wurde deren historisches Selbstverständnis als Lehranstalt der freien Künste in Frage gestellt. Zugleich ermöglichte sie Reformen, die in dem Buch erstmals ausführlich diskutiert werden. Die Kunstgewerbeschule hatte unter Peter Behrens und Wilhelm Kreis die Kunstausbildung aufgewertet und geriet dadurch in Konkurrenz zur Kunstakademie. Die Integration der Kunstgewerbeschule kurz vor Gründung des Bauhauses ermöglichte Reformen, die auf der Kooperation von freier und angewandter Kunst beruhten und den auf die Malerei fixierten Anspruch auf künstlerische Freiheit an der sozialen und ökonomischen Realität relativierten. Mit der Berufung fortschrittlicher Künstlern vor allem unter Walter Kaesbach (Direktor 1924-1933) fand die mit der "Düsseldorfer Malerschule" assoziierte Institution Anschluss an die neueste Kunst. Gleichzeitig lehrten noch immer Professoren, die vor 1910 eingestellt worden waren. Das Buch geht dem widersprüchlichen und produktiven Potential zwischen Tradition und Avantgarde nach. Es zeigt, dass eine Kunstausbildungsreform in der Weimarer Republik auch jenseits des Bauhauses und mit ähnlichen Mitteln und Zielen erfolgte.

Über den Autor
Jürgen Wiener, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Details
Erscheinungsjahr: 2025
Genre: Geisteswissenschaften, Kunst, Musik
Rubrik: Kunst & Musik
Thema: Kunstgeschichte
Medium: Buch
Inhalt: 231 S.
15 s/w Illustr.
44 farbige Illustr.
15 b/w and 44 col. ill.
ISBN-13: 9783422803220
ISBN-10: 342280322X
Sprache: Deutsch
Einband: Gebunden
Redaktion: Wiener, Jürgen
Herausgeber: Jürgen Wiener
Hersteller: Deutscher Kunstverlag
Verantwortliche Person für die EU: Walter de Gruyter GmbH, De Gruyter GmbH, Genthiner Str. 13, D-10785 Berlin, productsafety@degruyterbrill.com
Abbildungen: 15 b/w and 44 col. illustrations
Maße: 241 x 171 x 20 mm
Von/Mit: Jürgen Wiener
Erscheinungsdatum: 18.11.2025
Gewicht: 0,718 kg
Artikel-ID: 134262847