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Beschreibung
Die wahre Geschichte des Andersonville-Gefängnisses ist ein erinnerungsgeschichtliches und zugleich polemisches Werk über eines der berüchtigtsten Lager des Amerikanischen Bürgerkriegs. James Madison Page rekonstruiert Alltag, Versorgung, Krankheit, Verantwortung und Schuld in Andersonville und widerspricht der verbreiteten Deutung, Major Henry Wirz sei alleiniger Inbegriff konföderierter Grausamkeit gewesen. Der Stil verbindet Augenzeugenbericht, dokumentarische Argumentation und apologetische Geschichtsschreibung; literarisch steht das Buch im Kontext der nachbürgerkrieglichen Memoirenliteratur, in der persönliche Erfahrung und politische Deutung untrennbar ineinandergreifen. Page schrieb nicht als distanzierter Chronist, sondern als ehemaliger Unionssoldat und Gefangener, dessen eigene Lagererfahrung seine Darstellung entscheidend prägt. Gerade diese biographische Nähe verleiht dem Text Gewicht, erklärt aber auch seinen kämpferischen Ton. Sein Anliegen war offenbar, das öffentliche Urteil über Andersonville zu korrigieren, Verantwortlichkeiten breiter zu verteilen und eine Erinnerung zu hinterfragen, die sich nach dem Krieg zunehmend auf symbolische Schuldfiguren konzentrierte. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die sich für Bürgerkriegsgeschichte, Gefangenschaft, Erinnerungspolitik und die Entstehung historischer Urteile interessieren. Es ist weniger als abschließendes Urteil denn als bedeutendes Zeugnis einer umkämpften Vergangenheit zu lesen.
Die wahre Geschichte des Andersonville-Gefängnisses ist ein erinnerungsgeschichtliches und zugleich polemisches Werk über eines der berüchtigtsten Lager des Amerikanischen Bürgerkriegs. James Madison Page rekonstruiert Alltag, Versorgung, Krankheit, Verantwortung und Schuld in Andersonville und widerspricht der verbreiteten Deutung, Major Henry Wirz sei alleiniger Inbegriff konföderierter Grausamkeit gewesen. Der Stil verbindet Augenzeugenbericht, dokumentarische Argumentation und apologetische Geschichtsschreibung; literarisch steht das Buch im Kontext der nachbürgerkrieglichen Memoirenliteratur, in der persönliche Erfahrung und politische Deutung untrennbar ineinandergreifen. Page schrieb nicht als distanzierter Chronist, sondern als ehemaliger Unionssoldat und Gefangener, dessen eigene Lagererfahrung seine Darstellung entscheidend prägt. Gerade diese biographische Nähe verleiht dem Text Gewicht, erklärt aber auch seinen kämpferischen Ton. Sein Anliegen war offenbar, das öffentliche Urteil über Andersonville zu korrigieren, Verantwortlichkeiten breiter zu verteilen und eine Erinnerung zu hinterfragen, die sich nach dem Krieg zunehmend auf symbolische Schuldfiguren konzentrierte. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die sich für Bürgerkriegsgeschichte, Gefangenschaft, Erinnerungspolitik und die Entstehung historischer Urteile interessieren. Es ist weniger als abschließendes Urteil denn als bedeutendes Zeugnis einer umkämpften Vergangenheit zu lesen.
Details
| Erscheinungsjahr: | 2025 |
|---|---|
| Fachbereich: | Allgemeines |
| Genre: | Geschichte |
| Rubrik: | Geisteswissenschaften |
| Thema: | Lexika |
| Medium: | Taschenbuch |
| Inhalt: | 108 S. |
| ISBN-13: | 9788028397050 |
| ISBN-10: | 8028397050 |
| Sprache: | Deutsch |
| Einband: | Kartoniert / Broschiert |
| Autor: | Page, James Madison |
| Hersteller: | Copycat |
| Verantwortliche Person für die EU: | Copycat s.r.o., 22, Holesovice, Schnirchova 662, ?-170 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com |
| Maße: | 229 x 152 x 6 mm |
| Von/Mit: | James Madison Page |
| Erscheinungsdatum: | 27.06.2025 |
| Gewicht: | 0,17 kg |