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Beschreibung
Der Kraftfahrzeugverkehr entwickelte sich in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts in überschaubaren Schritten. Gleichwohl erregte das Kraftfahrzeug erhebliches Aufsehen, nicht zuletzt wegen »rücksichtsloser Autoraserei« und einer erschreckend hohen Unfallhäufigkeit. Das Deliktsrecht des BGB war dieser Entwicklung bald nicht mehr gewachsen. Es bedurfte eines neuen rechtlichen Werkzeugs, das mit der Gefährdungshaftung nach den §§ 7 ff. des »Gesetzes über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen« vom 3.5.1909 (KFG) geschaffen wurde.

Gegenstand des Werkes ist die Rechtsprechung des Reichsgerichts zu den §§ 7 ff. KFG, die in der erst seit 1991 wieder vollständig zugänglichen »Sammlung sämtlicher Erkenntnisse des Reichsgerichts in Zivilsachen« enthalten ist. Der Autor erschließt dogmengeschichtlich die praktische Anwendung der Haftungsvorschriften des KFG, zeigt die Entwicklung der reichsgerichtlichen Judikatur bis 1945 auf und untersucht ihre Einflüsse auf den heutigen Umgang mit den Haftungsvorschriften des Straßenverkehrsgesetzes.

Trotz erheblicher Mängel in der Gestaltung der Haftungsvorschriften durch den Gesetzgeber ist es dem Reichsgericht gelungen, sehr schnell eine zwar äußerst strenge, aber in sich konsequente und verläßliche Rechtsprechung zu den Fragen der Kraftfahrzeughaftpflicht zu entwickeln. Hierdurch wurde die Gefährdungshaftung des Kraftfahrzeughalters nach den §§ 7 ff. KFG zu einem der wichtigsten Instrumente der »Zähmung« des Kraftfahrzeugs und seiner Eingliederung in den Straßenverkehr. Nicht zuletzt aus diesem Grund war es möglich, die Haftungsvorschriften des KFG in nahezu unveränderter Form in das Straßenverkehrsgesetz zu übernehmen und die reichsgerichtliche Judikatur bis heute fortzuführen.

Die Arbeit wurde im April 2002 vom Verein Kieler Doctores Iuris ausgezeichnet.
Der Kraftfahrzeugverkehr entwickelte sich in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts in überschaubaren Schritten. Gleichwohl erregte das Kraftfahrzeug erhebliches Aufsehen, nicht zuletzt wegen »rücksichtsloser Autoraserei« und einer erschreckend hohen Unfallhäufigkeit. Das Deliktsrecht des BGB war dieser Entwicklung bald nicht mehr gewachsen. Es bedurfte eines neuen rechtlichen Werkzeugs, das mit der Gefährdungshaftung nach den §§ 7 ff. des »Gesetzes über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen« vom 3.5.1909 (KFG) geschaffen wurde.

Gegenstand des Werkes ist die Rechtsprechung des Reichsgerichts zu den §§ 7 ff. KFG, die in der erst seit 1991 wieder vollständig zugänglichen »Sammlung sämtlicher Erkenntnisse des Reichsgerichts in Zivilsachen« enthalten ist. Der Autor erschließt dogmengeschichtlich die praktische Anwendung der Haftungsvorschriften des KFG, zeigt die Entwicklung der reichsgerichtlichen Judikatur bis 1945 auf und untersucht ihre Einflüsse auf den heutigen Umgang mit den Haftungsvorschriften des Straßenverkehrsgesetzes.

Trotz erheblicher Mängel in der Gestaltung der Haftungsvorschriften durch den Gesetzgeber ist es dem Reichsgericht gelungen, sehr schnell eine zwar äußerst strenge, aber in sich konsequente und verläßliche Rechtsprechung zu den Fragen der Kraftfahrzeughaftpflicht zu entwickeln. Hierdurch wurde die Gefährdungshaftung des Kraftfahrzeughalters nach den §§ 7 ff. KFG zu einem der wichtigsten Instrumente der »Zähmung« des Kraftfahrzeugs und seiner Eingliederung in den Straßenverkehr. Nicht zuletzt aus diesem Grund war es möglich, die Haftungsvorschriften des KFG in nahezu unveränderter Form in das Straßenverkehrsgesetz zu übernehmen und die reichsgerichtliche Judikatur bis heute fortzuführen.

Die Arbeit wurde im April 2002 vom Verein Kieler Doctores Iuris ausgezeichnet.
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsübersicht: Einleitung - 1. Abschnitt: Die Erfassung der Risiken des automobilen Verkehrs durch das Prinzip der Gefährdungshaftung: Die Entwicklung des Automobils und des Straßenverkehrs in Deutschland - Die Entwicklung der Gefährdungshaftung bis zum Zeitalter des Automobilismus - Die Haftung für Schäden bei Kraftfahrzeugunfällen - 2. Abschnitt: Die Gefährdungshaftung des Kraftfahrzeughalters in der Rechtsprechung des Reichsgerichts: Die Haftungsbegründung - Die Haftungsausfüllung - Der Haftungsausgleich - 3. Abschnitt: Die nachfolgende Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs: Der Übergang zum Bundesgerichtshof und zum Straßenverkehrsgesetz - Die Gefährdungshaftung des Kraftfahrzeughalters in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs - Ergebnis - Wortlaut des Kraftfahrzeuggesetzes - Urteilsverzeichnis - Quellenverzeichnis - Literaturverzeichnis - Sachwortverzeichnis
Details
Erscheinungsjahr: 2002
Fachbereich: Allgemeines
Genre: Recht, Sozialwissenschaften, Wirtschaft
Produktart: Nachschlagewerke
Rubrik: Recht & Wirtschaft
Medium: Taschenbuch
Titelzusatz: Eine Analyse der Entscheidungen des Reichsgerichts zu § 7 des Gesetzes über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen vom 03.05.1909.
Reihe: Schriften zur Rechtsgeschichte
Inhalt: 568 S.
ISBN-13: 9783428107902
ISBN-10: 342810790X
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Gadow, Olaf von
Auflage: 1. Auflage
Hersteller: Duncker & Humblot
Duncker & Humblot GmbH
Schriften zur Rechtsgeschichte
Verantwortliche Person für die EU: Duncker & Humblot GmbH, Anne Fiedler, Carl-Heinrich-Becker-Weg 9, D-12165 Berlin, info@duncker-humblot.de
Maße: 233 x 157 x 31 mm
Von/Mit: Olaf von Gadow
Erscheinungsdatum: 27.11.2002
Gewicht: 0,853 kg
Artikel-ID: 111912688

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