Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Beschreibung
Hermann Heibergs "Eine vornehme Frau" entfaltet das Porträt einer gesellschaftlich hochgestellten Frau in einem Milieu, in dem Herkunft, Besitz, Konvention und Gefühl in fortwährender Spannung stehen. Der Roman verbindet psychologische Beobachtung mit sozialkritischer Genauigkeit: Hinter der Fassade kultivierter Vornehmheit werden Abhängigkeiten, moralische Kompromisse und die begrenzten Handlungsspielräume weiblicher Existenz sichtbar. Stilistisch steht das Werk zwischen realistischem Gesellschaftsroman und den analytischen Tendenzen des frühen Naturalismus; Heibergs nüchterne, detailbewusste Prosa richtet den Blick weniger auf dramatische Effekte als auf die feinen Risse im bürgerlich-aristokratischen Selbstbild. Hermann Heiberg, 1840 in Schleswig geboren und 1910 gestorben, gehörte zu jenen Autoren des späten 19. Jahrhunderts, die den Wandel der deutschen Gesellschaft literarisch aufmerksam begleiteten. Seine Erfahrungen in norddeutschen und großstädtischen Lebenswelten, sein Interesse an sozialen Rangordnungen sowie an psychologischen Konflikten prägten sein Erzählen. "Eine vornehme Frau" lässt sich daher als Ergebnis einer genauen Beobachtung jener Kreise lesen, deren äußere Sicherheit innere Unfreiheit verbergen konnte. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die an differenzierten Frauenfiguren, an Gesellschaftsanalyse und an der Übergangszone zwischen poetischem Realismus und Naturalismus interessiert sind. Es bietet keine bloße Sittenschilderung, sondern eine kluge Untersuchung von Ansehen, Pflicht und Selbstbehauptung.
Hermann Heibergs "Eine vornehme Frau" entfaltet das Porträt einer gesellschaftlich hochgestellten Frau in einem Milieu, in dem Herkunft, Besitz, Konvention und Gefühl in fortwährender Spannung stehen. Der Roman verbindet psychologische Beobachtung mit sozialkritischer Genauigkeit: Hinter der Fassade kultivierter Vornehmheit werden Abhängigkeiten, moralische Kompromisse und die begrenzten Handlungsspielräume weiblicher Existenz sichtbar. Stilistisch steht das Werk zwischen realistischem Gesellschaftsroman und den analytischen Tendenzen des frühen Naturalismus; Heibergs nüchterne, detailbewusste Prosa richtet den Blick weniger auf dramatische Effekte als auf die feinen Risse im bürgerlich-aristokratischen Selbstbild. Hermann Heiberg, 1840 in Schleswig geboren und 1910 gestorben, gehörte zu jenen Autoren des späten 19. Jahrhunderts, die den Wandel der deutschen Gesellschaft literarisch aufmerksam begleiteten. Seine Erfahrungen in norddeutschen und großstädtischen Lebenswelten, sein Interesse an sozialen Rangordnungen sowie an psychologischen Konflikten prägten sein Erzählen. "Eine vornehme Frau" lässt sich daher als Ergebnis einer genauen Beobachtung jener Kreise lesen, deren äußere Sicherheit innere Unfreiheit verbergen konnte. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die an differenzierten Frauenfiguren, an Gesellschaftsanalyse und an der Übergangszone zwischen poetischem Realismus und Naturalismus interessiert sind. Es bietet keine bloße Sittenschilderung, sondern eine kluge Untersuchung von Ansehen, Pflicht und Selbstbehauptung.
Details
Erscheinungsjahr: 2023
Genre: Importe, Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 128 S.
ISBN-13: 9788028343279
ISBN-10: 8028343279
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Heiberg, Hermann
Hersteller: Sharp Ink
Verantwortliche Person für die EU: Copycat s.r.o., 22, Holesovice, Schnirchova 662, ?-170 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 9 mm
Von/Mit: Hermann Heiberg
Erscheinungsdatum: 01.12.2023
Gewicht: 0,287 kg
Artikel-ID: 128379993