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Beschreibung
Das Thema Jugendkriminalität führt oft zu hitzigen Diskussionen, in denen jedoch das Verständnis für die individuellen Schicksale der Betroffenen verloren geht. An der Schnittstelle von Kriminalwissenschaften und Psychologie stellt dieses Buch Einzelfallanalysen von gewalttätigen Jugendlichen mit einer oftmals traumatischen Geschichte ins Zentrum der Untersuchung.

Am Beispiel des Täter-Opfer-Ausgleichs wird mit Methoden der psychoanalytischen Psychotherapieforschung und Bindungsforschung die Auseinandersetzung junger Männer mit ihren Gewaltstraftaten beschrieben. Svenja Taubner arbeitet heraus, dass einseitige Täterzuschreibungen einem Lernprozess entgegenwirken, und stellt Vorschläge für Entwicklungsmöglichkeiten dar.
Das Thema Jugendkriminalität führt oft zu hitzigen Diskussionen, in denen jedoch das Verständnis für die individuellen Schicksale der Betroffenen verloren geht. An der Schnittstelle von Kriminalwissenschaften und Psychologie stellt dieses Buch Einzelfallanalysen von gewalttätigen Jugendlichen mit einer oftmals traumatischen Geschichte ins Zentrum der Untersuchung.

Am Beispiel des Täter-Opfer-Ausgleichs wird mit Methoden der psychoanalytischen Psychotherapieforschung und Bindungsforschung die Auseinandersetzung junger Männer mit ihren Gewaltstraftaten beschrieben. Svenja Taubner arbeitet heraus, dass einseitige Täterzuschreibungen einem Lernprozess entgegenwirken, und stellt Vorschläge für Entwicklungsmöglichkeiten dar.
Über den Autor
Svenja Taubner ist Psychoanalytikerin (DPG), ist Direktorin des Instituts für Psychosoziale Prävention der Universität Heidelberg und Mediatorin im Strafrecht. Zudem ist sie Mitherausgeberin der Zeitschriften Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie und Psychotherapeut sowie Editor-in-Chief für Mental Health und Prevention. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u.a. Kompetenzentwicklung in der Psychotherapieausbildung, Bindung, Adoleszenz, Mentalisierungsbasierte Therapie und Psychotherapieforschung.
Zusammenfassung
Mit Sachverstand und in gut verständlicher Sprache gibt Svenja Taubner einen Einblick in die Innenwelt jugendlicher Straftäter jenseits von bloßen Verhaltensbeobachtungen und Statistiken.
Inhaltsverzeichnis
Inhalt

Einleitung

A Theoretischer Teil

1 Die Entwicklung von Einsichtsfähigkeit als Chance des Täter-Opfer-Ausgleichs
1.1 Einsicht als Effekt des Täter-Opfer-Ausgleichs und Grundlage eines zukünftigen Legalverhaltens
1.2 Psychoanalytisch orientierte strafrechtliche Mediation - die Bremer Schule des Täter-Opfer-Ausgleichs
1.3 Überblick über den Stand der Forschung zum Täter-Opfer-Ausgleich
1.4 Fragestellung und eigenes Forschungsvorhaben

2 Philosophische und juristische Auffassungen von Einsicht
2.1 Einsicht im philosophischen Diskurs
2.2 'Einsicht' als Begriff des Jugendgerichtsgesetzes (JGG)

3. Ein psychoanalytisch begründeter Einsichtsbegriff für den Täter-Opfer-Ausgleich
3.1 Der Begriff der Einsicht im psychoanalytischen Theoriediskurs
3.2 Mentalisierung und Einsicht
3.3 Einsicht als Ziel des Täter-Opfer-Ausgleichs

4 Einsicht vor dem Hintergrund gewalttätigen Verhaltens in der Adoleszenz
4.1 Risiko- und Schutzfaktoren für kriminelles und gewalttätiges Verhalten
4.2 Die Taxonomie antisozialen Verhaltens in der Adoleszenz
4.3 Die Genese des dissozialen Syndroms aus psychoanalytischer Sicht und vor dem Hintergrund der Mentalisierungstheorie
4.4 Differenzialdiagnostische Kriterien für gewalttätiges Verhalten in der Adoleszenz
4.5 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen für die Praxis des Täter-Opfer-Ausgleichs und das Konzept der Einsicht

B Empirischer Teil

5 Die Förderung von Einsicht - Planung und Durchführung der Vorher-Nachher-Studie
5.1 Fragestellungen und Forschungsannahmen
5.2 Konzeption der Studie
5.3 Durchführung der Studie
5.4 Forschungsinstrumente

6 Die Ausgangsmerkmale der Untersuchungsgruppe - eine deskriptive Analyse
6.1 Soziodemografische Merkmale und Delikte
6.2 Belastende Lebensereignisse
6.3 Ausgangsmerkmale der Reflexiven Kompetenz
6.4 Bindungsrepräsentationen
6.5 Interpersonale Probleme

7 Statistische Analyse der Vorher-Nachher-Untersuchung
7.1 Schlichtungserfolg
7.2 Zufriedenheit der Probanden mit dem Täter-Opfer-Ausgleich
7.3 Reflexive Kompetenz
7.4 Prä-Post-Effekte anhand der Veränderung der Reflexiven Kompetenz
7.5 Rückfallstatistik

8 Qualitative Auswertung der Prä-Post-Veränderungen von Einsicht
8.1 Begründung der Methode und Erläuterung der Interpretationsschritte
8.2 Ergebnisse des fallübergreifenden Vergleichs
8.3 Idiografische Falldarstellungen

9 Diskussion der Ergebnisse und Schlussfolgerungen
9.1 Reflexive Kompetenz zur Differenzierung adoleszenter Delinquenter
9.2 Reflexive Kompetenz als ein Messinstrument zur Wirksamkeitsmessung des Täter-Opfer-Ausgleichs
9.3 Reflexive Kompetenz als Vorraussetzung eines erfolgreichen Täter-Opfer-Ausgleichs und die langfristigen Effekte im Sinne einer Legalbewährung
9.4 Reflexive Kompetenz und Einsicht
9.5 Schlussfolgerungen für die Praxis des Täter-Opfer-Ausgleichs und Ausblick auf zukünftige Forschung
Details
Erscheinungsjahr: 2008
Fachbereich: Angewandte Psychologie
Genre: Geisteswissenschaften, Kunst, Musik, Psychologie
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 349 S.
ISBN-13: 9783898068789
ISBN-10: 3898068781
Sprache: Deutsch
Herstellernummer: 3132577
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Taubner, Svenja
Auflage: 1. Auflage
Hersteller: Psychosozial-Verlag
Psychosozial-Verlag GmbH & Co. KG
Verantwortliche Person für die EU: Psychosozial-Verlag, Walltorstr. 10, D-35390 Gießen, vertrieb@psychosozial-verlag.de
Maße: 210 x 148 x 25 mm
Von/Mit: Svenja Taubner
Erscheinungsdatum: 15.11.2008
Gewicht: 0,511 kg
Artikel-ID: 132853081