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Beschreibung
Aktuelle Diskussionen über den Umgang mit Armut und Verzicht haben eine lange Vorgeschichte. Die westlichen christlichen Gesellschaften zeichnen sich seit der Spätantike durch eine ambivalente Wahrnehmung von Armut aus: Die Christusnachfolge beinhaltete auch freiwillige Armut sowie die Aufgabe von allem Besitz und weltlichen Bindungen; dieser persönlichen, freiwilligen Armut professioneller Religioser stand die unfreiwillige Armut breiter Massen der Bevölkerung gegenüber. Bis zur Reformation galten die Armen als Teil der göttlichen Weltordnung, aufgrund ihrer Armut wurde ihnen eine besondere Nähe zu Gott zugeschrieben. Daher waren sie Empfänger von Almosen und Armenstiftungen und sollten als Gegenleistung für die Schenkenden beten. Doch man unterschied zwischen würdigen und unwürdigen Armen: Diejenigen, die arbeitsfähig waren, sollten keine Almosen erhalten, ein obrigkeitliches Armutsregime mit Arbeitshäusern etablierte sich in der Reformation. Die Beiträge dieses Bandes beleuchten die verschiedenen Formen von Armut und Verzicht und deren Wandel vom 4. bis zum 19. Jahrhundert.
Aktuelle Diskussionen über den Umgang mit Armut und Verzicht haben eine lange Vorgeschichte. Die westlichen christlichen Gesellschaften zeichnen sich seit der Spätantike durch eine ambivalente Wahrnehmung von Armut aus: Die Christusnachfolge beinhaltete auch freiwillige Armut sowie die Aufgabe von allem Besitz und weltlichen Bindungen; dieser persönlichen, freiwilligen Armut professioneller Religioser stand die unfreiwillige Armut breiter Massen der Bevölkerung gegenüber. Bis zur Reformation galten die Armen als Teil der göttlichen Weltordnung, aufgrund ihrer Armut wurde ihnen eine besondere Nähe zu Gott zugeschrieben. Daher waren sie Empfänger von Almosen und Armenstiftungen und sollten als Gegenleistung für die Schenkenden beten. Doch man unterschied zwischen würdigen und unwürdigen Armen: Diejenigen, die arbeitsfähig waren, sollten keine Almosen erhalten, ein obrigkeitliches Armutsregime mit Arbeitshäusern etablierte sich in der Reformation. Die Beiträge dieses Bandes beleuchten die verschiedenen Formen von Armut und Verzicht und deren Wandel vom 4. bis zum 19. Jahrhundert.
Über den Autor
Christine Kleinjung ist Professorin für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Potsdam.
Details
Erscheinungsjahr: 2025
Genre: Geisteswissenschaften, Geschichte, Kunst, Musik
Jahrhundert: Neuzeit
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 220 S.
ISBN-13: 9783593519685
ISBN-10: 3593519682
Sprache: Deutsch
Herstellernummer: 51968
Einband: Klappenbroschur
Redaktion: Kleinjung, Christine
Herausgeber: Christine Kleinjung
Hersteller: Campus Verlag
Campus Verlag GmbH
Verantwortliche Person für die EU: Beltz Verlagsgruppe GmbH & Co. KG, Werderstr. 10, D-69469 Weinheim, info@campus.de
Maße: 227 x 149 x 15 mm
Von/Mit: Christine Kleinjung
Erscheinungsdatum: 20.11.2025
Gewicht: 0,342 kg
Artikel-ID: 134219902