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Beschreibung
Johan Huizingas Herbst des Mittelalters entwirft kein bloßes Panorama des 14. und 15. Jahrhunderts, sondern eine Deutung der spätmittelalterlichen Kultur Burgunds und Frankreichs als Epoche überreifer Formen. In dichter, bildmächtiger Prosa verbindet Huizinga Kunstgeschichte, Literatur, Frömmigkeitsgeschichte und Mentalitätsanalyse. Rittertum, höfische Liebe, Todesbewusstsein, religiöse Ekstase und zeremonielle Pracht erscheinen als Symptome einer Welt, deren symbolische Ordnung zugleich glanzvoll und erschöpft ist. Das Werk steht am Beginn moderner Kulturgeschichte und liest Bilder, Chroniken und Dichtung als Zeugnisse kollektiver Empfindungsweisen. Huizinga, niederländischer Historiker und Kulturtheoretiker, war geprägt von Philologie, Kunstbetrachtung und einem Misstrauen gegenüber rein politischer Ereignisgeschichte. Sein Interesse galt den Formen, in denen Gesellschaften Sinn, Spiel, Ritual und Schönheit hervorbringen. Aus dieser Perspektive konnte er das Spätmittelalter nicht als bloße Vorgeschichte der Renaissance, sondern als eigenständige geistige Landschaft erfassen, deren Pathos und Strenge ihn zugleich faszinierten und beunruhigten. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Geschichte als Erfahrung von Vorstellungen, Gefühlen und Symbolen begreifen möchten. Trotz späterer Forschungskorrekturen bleibt es ein Meisterwerk interpretierender Geschichtsschreibung: gelehrt, suggestiv und intellektuell herausfordernd.
Johan Huizingas Herbst des Mittelalters entwirft kein bloßes Panorama des 14. und 15. Jahrhunderts, sondern eine Deutung der spätmittelalterlichen Kultur Burgunds und Frankreichs als Epoche überreifer Formen. In dichter, bildmächtiger Prosa verbindet Huizinga Kunstgeschichte, Literatur, Frömmigkeitsgeschichte und Mentalitätsanalyse. Rittertum, höfische Liebe, Todesbewusstsein, religiöse Ekstase und zeremonielle Pracht erscheinen als Symptome einer Welt, deren symbolische Ordnung zugleich glanzvoll und erschöpft ist. Das Werk steht am Beginn moderner Kulturgeschichte und liest Bilder, Chroniken und Dichtung als Zeugnisse kollektiver Empfindungsweisen. Huizinga, niederländischer Historiker und Kulturtheoretiker, war geprägt von Philologie, Kunstbetrachtung und einem Misstrauen gegenüber rein politischer Ereignisgeschichte. Sein Interesse galt den Formen, in denen Gesellschaften Sinn, Spiel, Ritual und Schönheit hervorbringen. Aus dieser Perspektive konnte er das Spätmittelalter nicht als bloße Vorgeschichte der Renaissance, sondern als eigenständige geistige Landschaft erfassen, deren Pathos und Strenge ihn zugleich faszinierten und beunruhigten. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Geschichte als Erfahrung von Vorstellungen, Gefühlen und Symbolen begreifen möchten. Trotz späterer Forschungskorrekturen bleibt es ein Meisterwerk interpretierender Geschichtsschreibung: gelehrt, suggestiv und intellektuell herausfordernd.
Details
Erscheinungsjahr: 2025
Genre: Geschichte, Importe
Jahrhundert: Mittelalter
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 236 S.
ISBN-13: 9788028395094
ISBN-10: 8028395090
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Huizinga, Johan
Hersteller: Copycat
Verantwortliche Person für die EU: Copycat s.r.o., 22, Holesovice, Schnirchova 662, ?-170 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 13 mm
Von/Mit: Johan Huizinga
Erscheinungsdatum: 24.06.2025
Gewicht: 0,349 kg
Artikel-ID: 133595410

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