Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Beschreibung
Mit der Tiefenpsychologie Luthers vom affectus sibi ipsi compatiendi in Ansehung des Leidens Christi für den Sünder nimmt die Reformation die Vakanz der Theologie, die sie selbst herbeiführt, in Besitz, um damit die wissenschaftstheoretischen Grundlagen zu schaffen für den Legitimitätsanspruch einer leviathanischen Moderne. Dadurch jedoch erfährt die vom Mönchtum getragene interne Gnosis des esoterischen Wesens des Christentums ihre radikale Verdrängung, wodurch der Moderne selbst die Bewußtseinsentwicklung zum okkulten Menschen unmöglich gemacht wird, der allein Träger einer Jüngerschaft Jesu im Geiste des Evangelium aeternum sein kann. Eben diese Tatsache aber lässt die Genealogie der laikalen Moderne zum Gegenstand einer vernichtenden Kritik werden, die das Werk der okkulten Bewusstseinslehre ist. Erst durch den Sturz der Souveränität des sich als Sünder gerechtfertigt glaubenden laikalen Menschen der Moderne wird der Weg frei für das Aufrücken der Philosophie zum Okkulten der Offenbarung selbst, wie sich dies im Typus des letzten Philosophen andeutet, dessen offenbarungsgeschichtliche Bedeutung von Friedrich Nietzsche in einem Nachlassfragment vermerkt wird. Erst aufgrund der mythenbildenden Kräfte einer Philosophie der okkulten Erfahrung kann eine Religion sich in das Vakuum hinein bauen, welches der Vakanz der Theologie das Ende bereitet.
Mit der Tiefenpsychologie Luthers vom affectus sibi ipsi compatiendi in Ansehung des Leidens Christi für den Sünder nimmt die Reformation die Vakanz der Theologie, die sie selbst herbeiführt, in Besitz, um damit die wissenschaftstheoretischen Grundlagen zu schaffen für den Legitimitätsanspruch einer leviathanischen Moderne. Dadurch jedoch erfährt die vom Mönchtum getragene interne Gnosis des esoterischen Wesens des Christentums ihre radikale Verdrängung, wodurch der Moderne selbst die Bewußtseinsentwicklung zum okkulten Menschen unmöglich gemacht wird, der allein Träger einer Jüngerschaft Jesu im Geiste des Evangelium aeternum sein kann. Eben diese Tatsache aber lässt die Genealogie der laikalen Moderne zum Gegenstand einer vernichtenden Kritik werden, die das Werk der okkulten Bewusstseinslehre ist. Erst durch den Sturz der Souveränität des sich als Sünder gerechtfertigt glaubenden laikalen Menschen der Moderne wird der Weg frei für das Aufrücken der Philosophie zum Okkulten der Offenbarung selbst, wie sich dies im Typus des letzten Philosophen andeutet, dessen offenbarungsgeschichtliche Bedeutung von Friedrich Nietzsche in einem Nachlassfragment vermerkt wird. Erst aufgrund der mythenbildenden Kräfte einer Philosophie der okkulten Erfahrung kann eine Religion sich in das Vakuum hinein bauen, welches der Vakanz der Theologie das Ende bereitet.
Details
Erscheinungsjahr: 2025
Fachbereich: Allgemeines
Genre: Geisteswissenschaften, Kunst, Musik, Religion & Theologie
Rubrik: Geisteswissenschaften
Thema: Lexika
Medium: Taschenbuch
ISBN-13: 9783959356428
ISBN-10: 3959356420
Sprache: Deutsch
Herstellernummer: 29128
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Weber, Jörg
Hersteller: disserta Verlag
Verantwortliche Person für die EU: Bedey & Thoms Media GmbH, Hermannstal 119k, D-22119 Hamburg, kontakt@bedey-media.de
Maße: 220 x 155 x 14 mm
Von/Mit: Jörg Weber
Erscheinungsdatum: 13.10.2025
Gewicht: 0,351 kg
Artikel-ID: 134120312