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Beschreibung
Immanuel Kants Beobachtungen über das Gefühl des Schönen und Erhabenen (1764) entfalten keine systematische Ästhetik, sondern eine geistreich komponierte moralpsychologische Anthropologie. In kurzen, essayistischen Reflexionen unterscheidet Kant das anmutig-Schöne vom erschütternd-Erhabenen und verbindet beide Kategorien mit Temperament, Geschlecht, Nationalcharakter und sittlicher Empfänglichkeit. Stilistisch steht die Schrift zwischen aufklärerischer Popularphilosophie und vorkritischer Begriffsbildung; sie verrät die Nähe zu Shaftesbury, Burke und Rousseau, zugleich aber jenen analytischen Zug, der später die Kritik der Urteilskraft vorbereiten wird. Als Königsberger Privatdozent schrieb Kant in einer Phase, in der ihn Gesellschaftsbeobachtung, Naturwissenschaft und Moralphilosophie gleichermaßen beschäftigten. Die Schrift spiegelt den Versuch, empirische Menschenkenntnis mit normativen Fragen des Geschmacks und der Tugend zu verbinden. Kants Interesse an geselliger Bildung, an den Affekten und an der Kultivierung des Urteils erklärt, warum er ästhetische Erfahrungen als Hinweise auf Charakter und moralische Anlage deutet. Zugleich dokumentiert das Werk zeitgebundene Vorurteile, deren kritische Lektüre heute unverzichtbar ist. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die den jungen Kant jenseits der großen Kritiken kennenlernen möchten. Es bietet einen prägnanten Zugang zur Entstehung moderner Ästhetik und fordert dazu auf, Aufklärung zugleich als intellektuelle Leistung und historisches Problem zu verstehen. Wer philosophische Genauigkeit mit kulturgeschichtlicher Sensibilität verbindet, findet hier ein folgenreiches Werk.
Immanuel Kants Beobachtungen über das Gefühl des Schönen und Erhabenen (1764) entfalten keine systematische Ästhetik, sondern eine geistreich komponierte moralpsychologische Anthropologie. In kurzen, essayistischen Reflexionen unterscheidet Kant das anmutig-Schöne vom erschütternd-Erhabenen und verbindet beide Kategorien mit Temperament, Geschlecht, Nationalcharakter und sittlicher Empfänglichkeit. Stilistisch steht die Schrift zwischen aufklärerischer Popularphilosophie und vorkritischer Begriffsbildung; sie verrät die Nähe zu Shaftesbury, Burke und Rousseau, zugleich aber jenen analytischen Zug, der später die Kritik der Urteilskraft vorbereiten wird. Als Königsberger Privatdozent schrieb Kant in einer Phase, in der ihn Gesellschaftsbeobachtung, Naturwissenschaft und Moralphilosophie gleichermaßen beschäftigten. Die Schrift spiegelt den Versuch, empirische Menschenkenntnis mit normativen Fragen des Geschmacks und der Tugend zu verbinden. Kants Interesse an geselliger Bildung, an den Affekten und an der Kultivierung des Urteils erklärt, warum er ästhetische Erfahrungen als Hinweise auf Charakter und moralische Anlage deutet. Zugleich dokumentiert das Werk zeitgebundene Vorurteile, deren kritische Lektüre heute unverzichtbar ist. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die den jungen Kant jenseits der großen Kritiken kennenlernen möchten. Es bietet einen prägnanten Zugang zur Entstehung moderner Ästhetik und fordert dazu auf, Aufklärung zugleich als intellektuelle Leistung und historisches Problem zu verstehen. Wer philosophische Genauigkeit mit kulturgeschichtlicher Sensibilität verbindet, findet hier ein folgenreiches Werk.
Details
Erscheinungsjahr: 2019
Fachbereich: Populäre Darstellungen
Genre: Philosophie
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 40 S.
ISBN-13: 9788027265985
ISBN-10: 8027265983
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Kant, Immanuel
Hersteller: Musaicum Books
Verantwortliche Person für die EU: OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com
Maße: 220 x 160 x 2 mm
Von/Mit: Immanuel Kant
Erscheinungsdatum: 16.05.2019
Gewicht: 0,076 kg
Artikel-ID: 121349302

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