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Beschreibung
Marlen Mairhofers Studie In Austausch begriffen untersucht Ingeborg Bachmanns Romanfragment Das Buch Franza und Marlen Haushofers letzten Roman Die Mansarde hinsichtlich der darin wirksamen Tausch- und Machtverhältnisse. Neben Bachmann und Haushofer bildet Hélène Cixous die gleichberechtigte Dritte im Bande, deren Annahme, dass männliche und weibliche Schreibweisen voneinander abweichenden libidinösen Ökonomien folgen, kritisch erprobt wird und den Blick schärft, um die vielgestaltigen Austauschbeziehungen herauszuarbeiten, die in den Texten wirksam sind. Diese Perspektive zeigt unvermutete Parallelen und Entsprechungen unter den enggeführten Texten, deren innere Dynamiken sich wechselseitig erhellen - und so gar nicht auf binäre Typologien beschränken lassen [...] die drei Autorinnen somit verbindet, sind weniger biografische Muster, sondern sprachliche und diskursive Elemente, die das Schreiben und Leben der Autorinnen in den 1960er Jahren strukturierten. Es sind die »Kräfteverhältnisse [...], wie sie sich anhand des Materials und eingedenk der Umstände seiner Entstehung darstellen«, deren Ökonomien lustvoll rekonstruiert und anhand thematischer Korrespondenzen erschlossen werden. Beleuchtet werden so etwa die Frage danach, wie »Kommunikation aufrechterhalten werden kann, wenn der Austausch von Signifikanten unmöglich scheint, wie mit (sprachlichen und materiellen) Erbschaften umzugehen ist und wie der Ausfall von Sinneskanälen erfordert, die eigene Wahrnehmung auf die Probe zu stellen.« Darüber hinaus unterzieht Mairhofers Studie anhand ihrer Lektüren die bestehende Rezeption aller drei Autorinnen einer kritischen Revision und widmet sich nicht zuletzt den spezifischen Produktionsbedingungen der untersuchten Texte, indem sie Ökonomien »des Materials, der Textentstehung« und der »Textträger« in den Blick [...] großer stilistischer Sicherheit zeigt Mairhofer, was an den poetischen Theorien und theorieaffinen Poetiken Bachmanns, Haushofers und Cixous' nach wie vor brisant, unentdeckt, unausgeschöpft und produktiv ist - und formuliert so eine bestrickende Einladung, die Autorinnen neu zu entdecken.
Marlen Mairhofers Studie In Austausch begriffen untersucht Ingeborg Bachmanns Romanfragment Das Buch Franza und Marlen Haushofers letzten Roman Die Mansarde hinsichtlich der darin wirksamen Tausch- und Machtverhältnisse. Neben Bachmann und Haushofer bildet Hélène Cixous die gleichberechtigte Dritte im Bande, deren Annahme, dass männliche und weibliche Schreibweisen voneinander abweichenden libidinösen Ökonomien folgen, kritisch erprobt wird und den Blick schärft, um die vielgestaltigen Austauschbeziehungen herauszuarbeiten, die in den Texten wirksam sind. Diese Perspektive zeigt unvermutete Parallelen und Entsprechungen unter den enggeführten Texten, deren innere Dynamiken sich wechselseitig erhellen - und so gar nicht auf binäre Typologien beschränken lassen [...] die drei Autorinnen somit verbindet, sind weniger biografische Muster, sondern sprachliche und diskursive Elemente, die das Schreiben und Leben der Autorinnen in den 1960er Jahren strukturierten. Es sind die »Kräfteverhältnisse [...], wie sie sich anhand des Materials und eingedenk der Umstände seiner Entstehung darstellen«, deren Ökonomien lustvoll rekonstruiert und anhand thematischer Korrespondenzen erschlossen werden. Beleuchtet werden so etwa die Frage danach, wie »Kommunikation aufrechterhalten werden kann, wenn der Austausch von Signifikanten unmöglich scheint, wie mit (sprachlichen und materiellen) Erbschaften umzugehen ist und wie der Ausfall von Sinneskanälen erfordert, die eigene Wahrnehmung auf die Probe zu stellen.« Darüber hinaus unterzieht Mairhofers Studie anhand ihrer Lektüren die bestehende Rezeption aller drei Autorinnen einer kritischen Revision und widmet sich nicht zuletzt den spezifischen Produktionsbedingungen der untersuchten Texte, indem sie Ökonomien »des Materials, der Textentstehung« und der »Textträger« in den Blick [...] großer stilistischer Sicherheit zeigt Mairhofer, was an den poetischen Theorien und theorieaffinen Poetiken Bachmanns, Haushofers und Cixous' nach wie vor brisant, unentdeckt, unausgeschöpft und produktiv ist - und formuliert so eine bestrickende Einladung, die Autorinnen neu zu entdecken.
Über den Autor
Marlen Mairhofer, geboren 1991 in Steyr, OÖ, Studium und Doktorat der Germanistik. Literarische, wissenschaftliche und kulturbetriebliche Tätigkeit. Zahlreiche wissenschaftliche und literarische Veröffentlichungen, letztere u. a. in kolik, SALZ, Sterz, Rampe, archipel und kassiber. Jahresstipendium für Literatur des Landes Salzburg 2023, Talentförderprämie für Literatur des Landes Oberösterreich 2023, Startstipendium für Literatur 2024. Derzeit Stadtschreiberin in Waidhofen an der Ybbs.
Details
Erscheinungsjahr: 2025
Genre: Geisteswissenschaften, Kunst, Musik
Rubrik: Sprachwissenschaft
Medium: Taschenbuch
ISBN-13: 9783854496809
ISBN-10: 385449680X
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Mairhofer, Marlen
Hersteller: Sonderzahl Verlagsges.
Sonderzahl Verlagsges.m.b.H.
Verantwortliche Person für die EU: Sonderzahl Verlag, Große Neugasse 35/15, A-1040 Wien, verlag@sonderzahl.at
Maße: 257 x 156 x 27 mm
Von/Mit: Marlen Mairhofer
Erscheinungsdatum: 29.08.2025
Gewicht: 0,606 kg
Artikel-ID: 133895821

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