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Beschreibung
Infrastrukturen haben sich in den letzten Jahren als folgenreicher medienwissenschaftlicher Grundbegriff etabliert, der nicht länger nur für die großtechnischen Einrichtungen der Daseinsvorsorge, sondern zunehmend auch für soziotechnische Arrangements, Netzwerke, Algorithmen, bürokratische Verfahren oder Protokolle verwendet wird. Die in der 21. Ausgabe des Archivs für Mediengeschichte versammelten Beiträge kommen in der grundsätzlichen Diagnose überein, dass die klassische Auffassung, Infrastrukturen (wie Straßen und Brücken, Unterseekabel oder Satelliten) seien einfach irgendwo 'dort draußen', zugunsten einer Perspektive aufzugeben ist, die sie als vielschichtige Strukturen konzipiert, in denen sich materiell-geographische Verortungen und symbolische Prozesse (Regularien, Protokolle, Codes) auf historisch und kulturell variable Weise verschränken. Infrastrukturen erweisen sich als das Resultat einer relativen und prekären Stabilisierung, die stets aufs Neue hergestellt werden muss. An die Stelle der Infrastrukturen tritt daher in mediengeschichtlicher Perspektive das Infrastrukturieren, also die Aufmerksamkeit für das zeitliche Nacheinander und den Koordinationsaufwand der zu ihrer Hervorbringung und Aufrechterhaltung nötigen Prozesse und Operationen. Infrastrukturieren gerät als die Notwendigkeit des unablässigen Verbindens und Vernetzens zirkulierender Entitäten in den Blick: Schnittstellen, gateways und plug-ins werden zu zentralen Forschungsgegenständen und Denkmodellen.
Infrastrukturen haben sich in den letzten Jahren als folgenreicher medienwissenschaftlicher Grundbegriff etabliert, der nicht länger nur für die großtechnischen Einrichtungen der Daseinsvorsorge, sondern zunehmend auch für soziotechnische Arrangements, Netzwerke, Algorithmen, bürokratische Verfahren oder Protokolle verwendet wird. Die in der 21. Ausgabe des Archivs für Mediengeschichte versammelten Beiträge kommen in der grundsätzlichen Diagnose überein, dass die klassische Auffassung, Infrastrukturen (wie Straßen und Brücken, Unterseekabel oder Satelliten) seien einfach irgendwo 'dort draußen', zugunsten einer Perspektive aufzugeben ist, die sie als vielschichtige Strukturen konzipiert, in denen sich materiell-geographische Verortungen und symbolische Prozesse (Regularien, Protokolle, Codes) auf historisch und kulturell variable Weise verschränken. Infrastrukturen erweisen sich als das Resultat einer relativen und prekären Stabilisierung, die stets aufs Neue hergestellt werden muss. An die Stelle der Infrastrukturen tritt daher in mediengeschichtlicher Perspektive das Infrastrukturieren, also die Aufmerksamkeit für das zeitliche Nacheinander und den Koordinationsaufwand der zu ihrer Hervorbringung und Aufrechterhaltung nötigen Prozesse und Operationen. Infrastrukturieren gerät als die Notwendigkeit des unablässigen Verbindens und Vernetzens zirkulierender Entitäten in den Blick: Schnittstellen, gateways und plug-ins werden zu zentralen Forschungsgegenständen und Denkmodellen.
Zusammenfassung
Friedrich Balke ist Professor für Medienwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Theorie, Geschichte und Ästhetik bilddokumentarischer Formen an der Ruhr-Universität Bochum und Co-Sprecher des College for Social Scienes and Humanities der Research Alliance Ruhr.
Bernhard Siegert war Gerd-Bucerius-Professor für Geschichte und Theorie der Kulturtechniken an der Bauhaus-Universität Weimar.
Joseph Vogl war Professor für Neuere Deutsche Literatur, Literatur- und Kulturwissenschaft/Medien an der Humboldt- Universität zu Berlin und ist Permanent Visiting Professor an der Princeton University, USA
Details
Erscheinungsjahr: 2026
Fachbereich: Geisteswissenschaften allgemein
Genre: Geisteswissenschaften, Kunst, Musik
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Reihe: Archiv für Mediengeschichte
Inhalt: 176 S.
ISBN-13: 9783947238491
ISBN-10: 3947238495
Sprache: Deutsch
Einband: Klappenbroschur
Redaktion: Balke, Friedrich
Siegert, Bernhard
Vogl, Joseph
Herausgeber: Friedrich Balke/Bernhard Siegert/Joseph Vogl
Hersteller: Gußmann, Reinald
Vorwerk 8, Verlag
Verantwortliche Person für die EU: Vorwerk 8, Großgörschenstr. 5, D-10827 Berlin, verlag@vorwerk8.de
Maße: 273 x 181 x 13 mm
Von/Mit: Friedrich Balke (u. a.)
Erscheinungsdatum: 23.02.2026
Gewicht: 0,45 kg
Artikel-ID: 134579312

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