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Beschreibung

Die gängigen Erklärungen des neuen Faschismus - Regression, Ressentiment, autoritäre Persönlichkeit - haben nach Vladimir Safatle einen gemeinsamen Fehler: Sie pathologisieren politische Entscheidungen, statt sie zu verstehen, und sie dienen vor allem dazu, das eigene Lager moralisch zu entlasten. Safatle geht den umgekehrten Weg. Der Faschismus ist für ihn eine realistische Antwort auf konkrete Probleme, die konsequente Entscheidung von Subjekten, die die neoliberale Logik allgemeiner Konkurrenz zu Ende denken. Wenn die Krisen des Kapitalismus nicht mehr zu steuern sind und eine Gesellschaft für alle nicht mehr in Aussicht steht, dann entspricht es einem rationalen Kalkül, die Grenzen zu schließen und die Ärmsten von jedem gemeinsamen Gesellschaftsentwurf auszuschließen. Das Problem ist nicht, dass die Faschisten irrational wären, sondern dass realistisch zu sein heute bedeutet, sich an eine unwirkliche und zerstörerische Realität anzupassen. Von Freud, Lacan und Adorno ausgehend, untersucht das Buch die psychische Krise, die diese Wahl begleitet und die die sozioökonomische Krise erst zum Faschismus werden lässt.

Mit einem Vorwort von Patrice Maniglier.

Falls das Buch über diese Plattform nicht lieferbar sein sollte: Sie können es in jeder lokalen Buchhandlung bestellen und meist schon am nächsten Tag abholen. Oder Sie lassen es sich direkt vom Verlag zuschicken, mit schnellem und (in Deutschland) kostenlosem Versand: [...]

Die gängigen Erklärungen des neuen Faschismus - Regression, Ressentiment, autoritäre Persönlichkeit - haben nach Vladimir Safatle einen gemeinsamen Fehler: Sie pathologisieren politische Entscheidungen, statt sie zu verstehen, und sie dienen vor allem dazu, das eigene Lager moralisch zu entlasten. Safatle geht den umgekehrten Weg. Der Faschismus ist für ihn eine realistische Antwort auf konkrete Probleme, die konsequente Entscheidung von Subjekten, die die neoliberale Logik allgemeiner Konkurrenz zu Ende denken. Wenn die Krisen des Kapitalismus nicht mehr zu steuern sind und eine Gesellschaft für alle nicht mehr in Aussicht steht, dann entspricht es einem rationalen Kalkül, die Grenzen zu schließen und die Ärmsten von jedem gemeinsamen Gesellschaftsentwurf auszuschließen. Das Problem ist nicht, dass die Faschisten irrational wären, sondern dass realistisch zu sein heute bedeutet, sich an eine unwirkliche und zerstörerische Realität anzupassen. Von Freud, Lacan und Adorno ausgehend, untersucht das Buch die psychische Krise, die diese Wahl begleitet und die die sozioökonomische Krise erst zum Faschismus werden lässt.

Mit einem Vorwort von Patrice Maniglier.

Falls das Buch über diese Plattform nicht lieferbar sein sollte: Sie können es in jeder lokalen Buchhandlung bestellen und meist schon am nächsten Tag abholen. Oder Sie lassen es sich direkt vom Verlag zuschicken, mit schnellem und (in Deutschland) kostenlosem Versand: [...]

Über den Autor
Vladimir Safatle ist Professor für Philosophie und Psychologie an der Universität São Paulo (USP) und leitet dort das Zentrum für Studien zu Autoritarismen und Krisen (CEAC). Bei tentare erschien 2025 'Zynismus und das Scheitern der Kritik'.
Details
Erscheinungsjahr: 2026
Genre: Geisteswissenschaften, Kunst, Musik, Philosophie
Jahrhundert: 20. & 21. Jahrhundert
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Originaltitel: A ameaça interna
Inhalt: 256 S.
ISBN-13: 9783911804110
ISBN-10: 3911804113
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Portugiesisch
Einband: Klappenbroschur
Autor: Safatle, Vladimir
Übersetzung: Gregory, Stephan
Hersteller: tentare Verlag
Verantwortliche Person für die EU: tentare Verlag, Stephan Gregory, Obere Hauptstr. 38, D-85354 Freising, info@tentare.de
Maße: 200 x 120 x 18 mm
Von/Mit: Vladimir Safatle
Erscheinungsdatum: 29.09.2026
Gewicht: 0,294 kg
Artikel-ID: 136826423

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