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Beschreibung

Konzepte und Praktiken des Intervenierens rücken ins Zentrum der Künste und Wissenschaften und bestimmen zunehmend das Spannungsfeld von Ästhetik und Politik. Der Interventionsbegriff kann das Ineinander von künstlerischem und aktivistischem Handeln fassbar machen, das jenseits etablierter Kunstformen und -gattungen heterogene Handlungskomplexe, Ereignisse und Praktiken hervorbringt. Die Relevanz des Interventionsbegriffs ist dabei vor allem mit einem Wirkungsversprechen verbunden: dass das Intervenieren als künstlerische Praxis in lebensweltliche Zusammenhänge bestehender Systeme eingreift und damit gesellschaftliche Veränderungen initiiert. Jedoch erscheint es keineswegs eindeutig, inwiefern und auf welche Weise Künste tatsächlich intervenieren. Vollziehen sich die bewirkten Veränderungen nicht häufig jenseits programmatischer Geltungsansprüche und Proklamationen, finden sie gleichsam in untergründigen Transformationsprozessen statt? Das Intervenieren als Denkfigur der Geistes- und Sozialwissenschaften kann deutlich über ein aktivistisches Kunstverständnis hinausgehen, wenn das ›Dazwischentreten‹ so verstanden wird, dass künstlerische und gesellschaftliche Strukturen grundsätzlich ineinander verwoben sind. Mit dieser Verwobenheit steht der Kunstbegriff selbst zur Disposition.

Der Band erkundet das begriffliche Feld künstlerischen Intervenierens, die damit verbundenen künstlerischen Praktiken und die diesen zugrunde liegenden längerfristigen sozialen Entwicklungsprozesse.

Konzepte und Praktiken des Intervenierens rücken ins Zentrum der Künste und Wissenschaften und bestimmen zunehmend das Spannungsfeld von Ästhetik und Politik. Der Interventionsbegriff kann das Ineinander von künstlerischem und aktivistischem Handeln fassbar machen, das jenseits etablierter Kunstformen und -gattungen heterogene Handlungskomplexe, Ereignisse und Praktiken hervorbringt. Die Relevanz des Interventionsbegriffs ist dabei vor allem mit einem Wirkungsversprechen verbunden: dass das Intervenieren als künstlerische Praxis in lebensweltliche Zusammenhänge bestehender Systeme eingreift und damit gesellschaftliche Veränderungen initiiert. Jedoch erscheint es keineswegs eindeutig, inwiefern und auf welche Weise Künste tatsächlich intervenieren. Vollziehen sich die bewirkten Veränderungen nicht häufig jenseits programmatischer Geltungsansprüche und Proklamationen, finden sie gleichsam in untergründigen Transformationsprozessen statt? Das Intervenieren als Denkfigur der Geistes- und Sozialwissenschaften kann deutlich über ein aktivistisches Kunstverständnis hinausgehen, wenn das ›Dazwischentreten‹ so verstanden wird, dass künstlerische und gesellschaftliche Strukturen grundsätzlich ineinander verwoben sind. Mit dieser Verwobenheit steht der Kunstbegriff selbst zur Disposition.

Der Band erkundet das begriffliche Feld künstlerischen Intervenierens, die damit verbundenen künstlerischen Praktiken und die diesen zugrunde liegenden längerfristigen sozialen Entwicklungsprozesse.

Über den Autor
Karin Gludovatz ist Kunsthistorikerin, Professorin für Neuere Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin und Mitglied des Sonderforschungsbereichs 'Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste'. Ihre Forschungsschwerpunkte sind niederländische und italienische Kunst des 15. bis 17. Jahrhunderts, Autorschaftskonzepte und Künstlermythen in der Frühen Neuzeit und in der Kunst seit den 1960er Jahren; Produktionsästhetik; Kunst und Dokumentarismus.
Details
Erscheinungsjahr: 2026
Genre: Geisteswissenschaften, Kunst, Musik
Rubrik: Kunst & Musik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 488 S.
ISBN-13: 9783035808896
ISBN-10: 3035808899
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Gludovatz, Karin/Warstat, Matthias
Redaktion: Brokoff, Jürgen
Gludovatz, Karin
Warstat, Matthias
Herausgeber: Jürgen Brokoff/Karin Gludovatz/Matthias Warstat
Hersteller: DIAPHANES AG
Diaphanes Verlag
Verantwortliche Person für die EU: diaphanes verlag, Dresdener Str. 118, D-10999 Berlin, vertrieb@diaphanes.net
Abbildungen: 42 farbige Abbildungen
Maße: 226 x 146 x 37 mm
Von/Mit: Jürgen Brokoff (u. a.)
Erscheinungsdatum: 21.03.2026
Gewicht: 0,804 kg
Artikel-ID: 134656144