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Beschreibung
Jettchen Gebert + Henriette Jacoby vereint Georg Hermanns berühmten Doppelroman über das jüdische Bürgertum Berlins im Vormärz. Im Mittelpunkt steht die empfindsame Jettchen, deren Liebesbedürfnis und moralische Selbstsuche an Familienraison, Konvention und ökonomischer Zweckmäßigkeit zerbrechen. Hermann erzählt in einem feinnervigen, realistischen und zugleich elegisch getönten Stil: Interieurs, Gespräche und Gesten werden zu historischen Dokumenten einer untergehenden Biedermeierwelt. Als Berliner Gesellschaftsroman steht das Werk zwischen Fontanes psychologischer Milieukunst und der modernen jüdischen Erinnerungsliteratur. Georg Hermann, eigentlich Georg Borchardt, wurde 1871 in Berlin geboren und kannte jene Straßen, Salons und familiären Bindungen, die er mit liebevoller Genauigkeit beschreibt. Als assimilierter jüdischer Autor erlebte er die Spannung zwischen Zugehörigkeit, sozialem Aufstieg und verletzlicher Identität. Seine kunsthistorische Bildung und journalistische Beobachtungsgabe prägten den Roman; die spätere Verfolgung und Ermordung in Auschwitz verleihen seinem Berlinbild rückblickend zusätzliche historische Dringlichkeit. Diese Ausgabe empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Literatur als genaue Form kultureller Erinnerung schätzen. Sie bietet keine bloße Liebesgeschichte, sondern eine subtile Analyse von Geschlecht, Familie, Religion und bürgerlicher Moral. Wer verstehen möchte, wie private Entscheidungen in gesellschaftliche Ordnungen eingeschrieben sind, findet hier einen bewegenden, stilistisch reichen und historisch unverzichtbaren Roman.
Jettchen Gebert + Henriette Jacoby vereint Georg Hermanns berühmten Doppelroman über das jüdische Bürgertum Berlins im Vormärz. Im Mittelpunkt steht die empfindsame Jettchen, deren Liebesbedürfnis und moralische Selbstsuche an Familienraison, Konvention und ökonomischer Zweckmäßigkeit zerbrechen. Hermann erzählt in einem feinnervigen, realistischen und zugleich elegisch getönten Stil: Interieurs, Gespräche und Gesten werden zu historischen Dokumenten einer untergehenden Biedermeierwelt. Als Berliner Gesellschaftsroman steht das Werk zwischen Fontanes psychologischer Milieukunst und der modernen jüdischen Erinnerungsliteratur. Georg Hermann, eigentlich Georg Borchardt, wurde 1871 in Berlin geboren und kannte jene Straßen, Salons und familiären Bindungen, die er mit liebevoller Genauigkeit beschreibt. Als assimilierter jüdischer Autor erlebte er die Spannung zwischen Zugehörigkeit, sozialem Aufstieg und verletzlicher Identität. Seine kunsthistorische Bildung und journalistische Beobachtungsgabe prägten den Roman; die spätere Verfolgung und Ermordung in Auschwitz verleihen seinem Berlinbild rückblickend zusätzliche historische Dringlichkeit. Diese Ausgabe empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Literatur als genaue Form kultureller Erinnerung schätzen. Sie bietet keine bloße Liebesgeschichte, sondern eine subtile Analyse von Geschlecht, Familie, Religion und bürgerlicher Moral. Wer verstehen möchte, wie private Entscheidungen in gesellschaftliche Ordnungen eingeschrieben sind, findet hier einen bewegenden, stilistisch reichen und historisch unverzichtbaren Roman.
Details
Erscheinungsjahr: 2024
Genre: Importe, Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 332 S.
ISBN-13: 9788028374716
ISBN-10: 8028374719
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Hermann, Georg
Hersteller: Sharp Ink
Verantwortliche Person für die EU: Copycat s.r.o., 22, Holesovice, Schnirchova 662, ?-170 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 19 mm
Von/Mit: Georg Hermann
Erscheinungsdatum: 15.05.2024
Gewicht: 0,482 kg
Artikel-ID: 129277518