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Beschreibung
Die Geschichte der jüdischen Bevölkerung des Kraichgaus war äußerst wechselvoll. Das galt auch für die Juden Neidensteins, die um 1800 ca. 37 % der Einwohnerschaft ausmachten. Wegen zahlreicher Abgaben und Schutzgeldzahlungen war die Armut der jüdischen Landbevölkerung groß. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts besserte sich ihre Lebenssituation. Trotz vielfältiger Reformversuche, um jüdischen Schulabgängern Ausbildungsberufe zu ermöglichen, blieb die Mehrheit der jüdischen Männer Neidensteins auch im 19. Jahrhundert im Viehhandel tätig. Die völlige Gleichstellung erlangte die jüdische Bevölkerung in Baden erst 1862. Doch der politisch motivierte Antisemitismus gegen Ende des 19. Jahrhunderts verhinderte eine gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen Leben. Mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus erfuhr auch die jüdische Bevölkerung in Neidenstein Ausgrenzung und Tyrannei. Zwanzig jüdische Kinder, Frauen und Männer wurden am 22.10.1940 nach Gurs deportiert und fanden einen gewaltsamen Tod. Achtzig Menschen mit Neidensteiner Wurzeln oder Bezug zu Neidenstein wurden von anderen Orten deportiert und ermordet. Bewusst wurde dem Buch der Titel: Jüdisches Neidenstein. Spurensuche vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart gegeben, um aufzuzeigen, was mit den Menschen geschehen ist, die in den Osten verschubt (NS-Jargon) worden sind oder in der Fremde als entwurzelte, kranke oder vereinsamte Emigranten und Emigrantinnen überlebt haben. Oft sind ihre Lebensspuren kaum noch sichtbar. Dennoch soll das Wenige aufgezeigt werden, um ihr In-der-Welt-gewesen-sein zu dokumentieren.
Die Geschichte der jüdischen Bevölkerung des Kraichgaus war äußerst wechselvoll. Das galt auch für die Juden Neidensteins, die um 1800 ca. 37 % der Einwohnerschaft ausmachten. Wegen zahlreicher Abgaben und Schutzgeldzahlungen war die Armut der jüdischen Landbevölkerung groß. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts besserte sich ihre Lebenssituation. Trotz vielfältiger Reformversuche, um jüdischen Schulabgängern Ausbildungsberufe zu ermöglichen, blieb die Mehrheit der jüdischen Männer Neidensteins auch im 19. Jahrhundert im Viehhandel tätig. Die völlige Gleichstellung erlangte die jüdische Bevölkerung in Baden erst 1862. Doch der politisch motivierte Antisemitismus gegen Ende des 19. Jahrhunderts verhinderte eine gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen Leben. Mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus erfuhr auch die jüdische Bevölkerung in Neidenstein Ausgrenzung und Tyrannei. Zwanzig jüdische Kinder, Frauen und Männer wurden am 22.10.1940 nach Gurs deportiert und fanden einen gewaltsamen Tod. Achtzig Menschen mit Neidensteiner Wurzeln oder Bezug zu Neidenstein wurden von anderen Orten deportiert und ermordet. Bewusst wurde dem Buch der Titel: Jüdisches Neidenstein. Spurensuche vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart gegeben, um aufzuzeigen, was mit den Menschen geschehen ist, die in den Osten verschubt (NS-Jargon) worden sind oder in der Fremde als entwurzelte, kranke oder vereinsamte Emigranten und Emigrantinnen überlebt haben. Oft sind ihre Lebensspuren kaum noch sichtbar. Dennoch soll das Wenige aufgezeigt werden, um ihr In-der-Welt-gewesen-sein zu dokumentieren.
Details
Erscheinungsjahr: 2026
Fachbereich: Regionalgeschichte
Genre: Geisteswissenschaften, Geschichte, Kunst, Musik
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Buch
Inhalt: 680 S.
ISBN-13: 9783955055585
ISBN-10: 3955055582
Sprache: Deutsch
Einband: Gebunden
Autor: Wolber, Edith
Hersteller: Regionalkultur Verlag Gmb
Verantwortliche Person für die EU: Verlag Regionalkultur Reiner Schmidt u. Partner, Bahnhofstr. 2, D-76698 Ubstadt-Weiher, kontakt@verlag-regionalkultur.de
Abbildungen: Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen
Maße: 246 x 177 x 44 mm
Von/Mit: Edith Wolber
Erscheinungsdatum: 23.09.2026
Gewicht: 1,761 kg
Artikel-ID: 136969972

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