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Beschreibung
Diese Publikation soll das Werk der außergewöhnlichen Musikerin Hildegard erschließen, von der über 70 Gesänge und ein geistliches Spiel bekannt sind - von ihr stammen sowohl die Texte als auch die Melodien. Im "Riesencodex" der Hessischen Landesbibliothek in Wiesbaden, der aus 481 Pergamentblättern im Format 46 mal 30 cm besteht, ist das Werk der Hildegard von Bingen in einer Art "Gesamtausgabe" aufbewahrt: ihre theologischen Schriften, ihr umfangreicher Briefwechsel und ihre Gesänge. In der Anlage des Codex als "Gesamtausgabe" zeigt sich damit ein Anspruch, der ebenso außergewöhnlich ist wie die Tatsache, dass damals eine Frau des 12. Jahrhunderts als Verfasserin geistlicher Musik bekannt war. Die Faksimile-Ausgabe des musikalischen Teils des "Riesencodex" macht diese umfangreiche Quelle für die dichterisch-musikalischen Werke der Hildegard allgemein verfügbar.
Mehrere Tabellen schlüsseln den Inhalt der Handschrift und des Gesangsteils auf und stellen ergänzende Informationen über das Gesangsrepertoire bereit: seine Darbietungsprinzipien und aus dem Vergleich mit anderen Hildegard-Quellen sich ergebende Besonderheiten. In zusätzlichen Abbildungen wird die gesamte bislang bekannte Streuüberlieferung Hildegardscher Gesänge mit musikalischer Notation dokumentiert. Die Notenbeispiele in moderner Umschrift berücksichtigen zwei verschiedene Gesichtspunkte: Zum einen soll anhand der Edition ganzer Gesänge Einblick in das faszinierende Wechselspiel zwischen Text und Musik genommen werden können; zum anderen soll anhand von Variantenverzeichnissen ein Eindruck entstehen von der Relevanz dieser Varianten für die Diskussion entstehungs- und überlieferungsgeschichtlicher Fragen. Neuere Forschungsergebnisse der letzten Jahre machen eine Entstehung des "Riesencodex" noch zu Lebzeiten der Verfasserin wahrscheinlich. Über eine Diskussion dieser Frage hinaus werden die mögliche liturgische Verwendung der Hildegardschen Gesänge sowie die Entstehungsgeschichte thematisiert; Hinweise auf literarische Zeugnisse sind dabei miteinbezogen. Ein Glossar und ausführliche Literaturhinweise ermöglichen die Vertiefung des Themas.
Diese Publikation soll das Werk der außergewöhnlichen Musikerin Hildegard erschließen, von der über 70 Gesänge und ein geistliches Spiel bekannt sind - von ihr stammen sowohl die Texte als auch die Melodien. Im "Riesencodex" der Hessischen Landesbibliothek in Wiesbaden, der aus 481 Pergamentblättern im Format 46 mal 30 cm besteht, ist das Werk der Hildegard von Bingen in einer Art "Gesamtausgabe" aufbewahrt: ihre theologischen Schriften, ihr umfangreicher Briefwechsel und ihre Gesänge. In der Anlage des Codex als "Gesamtausgabe" zeigt sich damit ein Anspruch, der ebenso außergewöhnlich ist wie die Tatsache, dass damals eine Frau des 12. Jahrhunderts als Verfasserin geistlicher Musik bekannt war. Die Faksimile-Ausgabe des musikalischen Teils des "Riesencodex" macht diese umfangreiche Quelle für die dichterisch-musikalischen Werke der Hildegard allgemein verfügbar.
Mehrere Tabellen schlüsseln den Inhalt der Handschrift und des Gesangsteils auf und stellen ergänzende Informationen über das Gesangsrepertoire bereit: seine Darbietungsprinzipien und aus dem Vergleich mit anderen Hildegard-Quellen sich ergebende Besonderheiten. In zusätzlichen Abbildungen wird die gesamte bislang bekannte Streuüberlieferung Hildegardscher Gesänge mit musikalischer Notation dokumentiert. Die Notenbeispiele in moderner Umschrift berücksichtigen zwei verschiedene Gesichtspunkte: Zum einen soll anhand der Edition ganzer Gesänge Einblick in das faszinierende Wechselspiel zwischen Text und Musik genommen werden können; zum anderen soll anhand von Variantenverzeichnissen ein Eindruck entstehen von der Relevanz dieser Varianten für die Diskussion entstehungs- und überlieferungsgeschichtlicher Fragen. Neuere Forschungsergebnisse der letzten Jahre machen eine Entstehung des "Riesencodex" noch zu Lebzeiten der Verfasserin wahrscheinlich. Über eine Diskussion dieser Frage hinaus werden die mögliche liturgische Verwendung der Hildegardschen Gesänge sowie die Entstehungsgeschichte thematisiert; Hinweise auf literarische Zeugnisse sind dabei miteinbezogen. Ein Glossar und ausführliche Literaturhinweise ermöglichen die Vertiefung des Themas.
Zusammenfassung
Lorenz Welker is doctor of medicine, psychoanalyst and musicologist; since 1996 he is professor of musicology at the Ludwig-Maximilians-University in Munich. There, he is a member of the Human Science Centre and Director of the Zentrum Seniorenstudium.
His researches in historical musicology relate to the music of the late Middle Ages and the Baroque, questions of historical performance practice and interdisciplinary medieval studies. Furthermore, he is dedicated to questions concerning borderline areas between humanities and sciences, especially with respect to the biological basis of the making and perception of music.
In 1988, he was honoured with the E. Sigerist-Award of the Swiss Society for the History of Medicine and Sciences. In 1994, he was awarded the Dent-Medal of the Royal Musical Association and the International Musicological Society. / Lorenz Welker ist Arzt, Psychoanalytiker und Musikwissenschaftler; seit Januar 1996 ist er als Professor für Musikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München tätig. Dort ist er auch Mitglied des Humanwissenschaftlichen Zentrums sowie Direktor des Zentrums Seniorenstudium.
Seine Forschungsschwerpunkte in der historischen Musikwissenschaft betreffen die Musik des Spätmittelalters und des Barock, Fragen der musikalischen Aufführungspraxis und fächerübergreifende Fragestellungen zur Mediävistik. Er lehrt und forscht weiterhin im Grenzbereich von Geistes- und Naturwissenschaften, insbesondere zu biologischen Grundlagen des Musikmachens und -erlebens.
Im Jahr 1988 erhielt er den E. Sigerist-Preis der Schweizerischen Gesellschaft für die Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften. Im Jahr 1994 wurde er mit der Dent-Medal der Royal Musical Association und der International Musicological Society ausgezeichnet.
Die Naturheilkundige und Äbtissin Hildegard von Bingen (1098-1179) war die bedeutendste deutsche Mystikerin. Ihre mystisch-prophetischen Visionen, ihr fester Glaube, ihr vorbildliches Leben und ihr charismatisches Auftreten machten die Posaune Gottes schon zu Lebzeiten zu einer verehrten Volksheiligen. Auf den Menschen und die Schöpfung eröffnen ihre Werke eine ganzheitliche Sicht, in der auf faszinierende Weise theologische, kosmologische, naturkundliche und spirituelle Aspekte verwoben sind.
Details
Genre: Musik
Rubrik: Kunst & Musik
Thema: Musikgeschichte
ISBN-13: 9783895000379
ISBN-10: 389500037X
Sprache: Deutsch
Herstellernummer: 2037
Autor: Hildegard von Bingen
Komponist: Bingen, Hildegard von
Redaktion: Welker, Lorenz
Klaper, Michael
Hersteller: Reichert
Reichert Verlag
Verantwortliche Person für die EU: Heil, Margaret, Margaret Heil, Reichert, Anne-Frank-Str. 11, D-63762 Großostheim, margret-heil@gmx.de
Abbildungen: 10 SW-Abb., 32 Farbabb.
Maße: 20 x 320 x 150 mm
Von/Mit: Hildegard von Bingen
Gewicht: 2,185 kg
Artikel-ID: 113201318