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Beschreibung
Victor Hugos Drama Lucretia Borgia (1833) entfaltet im Italien der Renaissance eine düstere Intrige um Macht, Verstellung und vergiftete Abstammung. Die historisch berüchtigte Herzogin erscheint nicht bloß als Täterin, sondern als tragische Mutter, deren heimliche Liebe zu Gennaro an politischer Gewalt und gesellschaftlicher Ächtung zerbricht. In der Verbindung von melodramatischer Spannung, scharfen Antithesen und lyrisch gesteigerter Rhetorik verwirklicht Hugo das romantische Programm: Das Erhabene steht neben dem Grotesken, historische Legende neben psychologischer Leidenschaft. Victor Hugo, 1802-1885, war nach der programmatischen Vorrede zu Cromwell und dem Skandalerfolg von Hernani die zentrale Stimme der französischen Romantik. Sein Interesse galt Figuren, die von Institutionen verurteilt werden: dem Ausgestoßenen, dem Verbrecher, dem Opfer öffentlicher Namen. Lucretia Borgia überträgt diese ethische Frage auf eine Frau, deren historischer Ruf jede Möglichkeit moralischer Erneuerung verdunkelt. Hugos republikanische Sensibilität und seine Skepsis gegenüber dynastischer Macht schärfen die politische Dimension des Stücks. Empfohlen sei dieses Werk allen Lesern, die das Theater als Labor moralischer Widersprüche verstehen. Lucretia Borgia bietet keine bloße Schauerromantik, sondern eine präzise Studie über Schuld, Mutterschaft und gesellschaftliches Urteil. Wer Hugo nur als Romancier kennt, begegnet hier einem Dramatiker von großer architektonischer Kraft.
Victor Hugos Drama Lucretia Borgia (1833) entfaltet im Italien der Renaissance eine düstere Intrige um Macht, Verstellung und vergiftete Abstammung. Die historisch berüchtigte Herzogin erscheint nicht bloß als Täterin, sondern als tragische Mutter, deren heimliche Liebe zu Gennaro an politischer Gewalt und gesellschaftlicher Ächtung zerbricht. In der Verbindung von melodramatischer Spannung, scharfen Antithesen und lyrisch gesteigerter Rhetorik verwirklicht Hugo das romantische Programm: Das Erhabene steht neben dem Grotesken, historische Legende neben psychologischer Leidenschaft. Victor Hugo, 1802-1885, war nach der programmatischen Vorrede zu Cromwell und dem Skandalerfolg von Hernani die zentrale Stimme der französischen Romantik. Sein Interesse galt Figuren, die von Institutionen verurteilt werden: dem Ausgestoßenen, dem Verbrecher, dem Opfer öffentlicher Namen. Lucretia Borgia überträgt diese ethische Frage auf eine Frau, deren historischer Ruf jede Möglichkeit moralischer Erneuerung verdunkelt. Hugos republikanische Sensibilität und seine Skepsis gegenüber dynastischer Macht schärfen die politische Dimension des Stücks. Empfohlen sei dieses Werk allen Lesern, die das Theater als Labor moralischer Widersprüche verstehen. Lucretia Borgia bietet keine bloße Schauerromantik, sondern eine präzise Studie über Schuld, Mutterschaft und gesellschaftliches Urteil. Wer Hugo nur als Romancier kennt, begegnet hier einem Dramatiker von großer architektonischer Kraft.
Details
Erscheinungsjahr: 2022
Genre: Lyrik & Dramatik
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 64 S.
ISBN-13: 9788027362509
ISBN-10: 8027362504
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Hugo, Victor
Übersetzung: Büchner, Georg
Hersteller: e-artnow
Verantwortliche Person für die EU: e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 2 x 62 x 90 mm
Von/Mit: Victor Hugo
Erscheinungsdatum: 17.12.2022
Gewicht: 0,109 kg
Artikel-ID: 126416137