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Beschreibung
Maya der indische Mythos entfaltet den zentralen Begriff der maya als schöpferische Täuschung, Weltmacht und Erkenntnisproblem der indischen Überlieferung. Zimmer verbindet vedische und puranische Motive mit philosophischen Deutungen aus Sa khya, Vedanta und buddhistischen Horizonten. Sein Stil ist gelehrt, bildmächtig und zugleich essayistisch: Philologie wird nicht trocken vorgeführt, sondern als Zugang zu Symbolen, Mythen und religiöser Erfahrung genutzt. Im Kontext der deutschsprachigen Indologie des frühen 20. Jahrhunderts erscheint das Buch als Versuch, Mythos nicht als Fabel, sondern als Denkform ernst zu nehmen. Heinrich Zimmer (1890-1943) war Indologe, Kunsthistoriker und Religionswissenschaftler, geprägt von klassischer Sanskritgelehrsamkeit ebenso wie von vergleichender Symbolforschung. Seine Arbeit an indischer Kunst, Philosophie und Mythologie ließ ihn die Bilderwelt des Subkontinents als ein zusammenhängendes geistiges Universum lesen. Erfahrungen akademischer Umbrüche und Exilnähe schärften vermutlich sein Interesse an der Frage, wie Kulturen Wirklichkeit erzeugen, verhüllen und deuten. Zu empfehlen ist dieses Buch Leserinnen und Lesern, die indische Religion nicht nur historisch, sondern hermeneutisch verstehen möchten. Es verlangt Aufmerksamkeit, belohnt sie jedoch mit einer dichten Einführung in das Zusammenspiel von Illusion, Macht und Erlösung. Wer Mythologie als ernsthafte Form philosophischer Erkenntnis begreift, findet hier einen ebenso anspruchsvollen wie anregenden Klassiker.
Maya der indische Mythos entfaltet den zentralen Begriff der maya als schöpferische Täuschung, Weltmacht und Erkenntnisproblem der indischen Überlieferung. Zimmer verbindet vedische und puranische Motive mit philosophischen Deutungen aus Sa khya, Vedanta und buddhistischen Horizonten. Sein Stil ist gelehrt, bildmächtig und zugleich essayistisch: Philologie wird nicht trocken vorgeführt, sondern als Zugang zu Symbolen, Mythen und religiöser Erfahrung genutzt. Im Kontext der deutschsprachigen Indologie des frühen 20. Jahrhunderts erscheint das Buch als Versuch, Mythos nicht als Fabel, sondern als Denkform ernst zu nehmen. Heinrich Zimmer (1890-1943) war Indologe, Kunsthistoriker und Religionswissenschaftler, geprägt von klassischer Sanskritgelehrsamkeit ebenso wie von vergleichender Symbolforschung. Seine Arbeit an indischer Kunst, Philosophie und Mythologie ließ ihn die Bilderwelt des Subkontinents als ein zusammenhängendes geistiges Universum lesen. Erfahrungen akademischer Umbrüche und Exilnähe schärften vermutlich sein Interesse an der Frage, wie Kulturen Wirklichkeit erzeugen, verhüllen und deuten. Zu empfehlen ist dieses Buch Leserinnen und Lesern, die indische Religion nicht nur historisch, sondern hermeneutisch verstehen möchten. Es verlangt Aufmerksamkeit, belohnt sie jedoch mit einer dichten Einführung in das Zusammenspiel von Illusion, Macht und Erlösung. Wer Mythologie als ernsthafte Form philosophischer Erkenntnis begreift, findet hier einen ebenso anspruchsvollen wie anregenden Klassiker.
Details
| Fachbereich: | Esoterik |
|---|---|
| Produktart: | Nachschlagewerke |
| Rubrik: | Esoterik & Anthroposophie |
| Medium: | Taschenbuch |
| ISBN-13: | 9788027262205 |
| ISBN-10: | 8027262208 |
| Sprache: | Deutsch |
| Autor: | Zimmer, Heinrich |
| Hersteller: | Musaicum Books |
| Verantwortliche Person für die EU: | OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com |
| Maße: | 229 x 152 x 14 mm |
| Von/Mit: | Heinrich Zimmer |
| Erscheinungsdatum: | 04.12.2022 |
| Gewicht: | 0,384 kg |