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Beschreibung
Meine Kinderjahre entfaltet in der Form einer autobiographischen Rückschau die frühe Lebenswelt Marie von Ebner-Eschenbachs zwischen mährischem Schloss, Wiener Adel und familiären Verlusten. Der Text verbindet anschauliche Erinnerung mit psychologischer Genauigkeit: Kinderspiele, Erziehung, Standesrituale und erste Leseerfahrungen erscheinen nicht als bloße Anekdoten, sondern als Ursprung eines moralisch geschärften Blicks. Im Kontext des poetischen Realismus steht das Buch neben ihren Erzählungen durch nüchterne Beobachtung, feine Ironie und stille Empathie. Die Autorin, 1830 als Gräfin Dubský geboren, verlor ihre Mutter früh und wuchs in einer vielsprachigen, aristokratischen Umgebung auf, deren Privilegien sie kannte und deren Beschränkungen sie kritisch durchschaute. Ihre spätere Ehe mit Moritz von Ebner-Eschenbach, der Zugang zu höfischen Kreisen, aber auch die Erfahrung weiblicher Bildungsgrenzen prägten ihr Schreiben. Die Erinnerungen zeigen, wie aus familiärer Beobachtung, religiöser Prägung und sozialer Sensibilität jene ethische Erzählkunst entstand, die sie berühmt machte. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Autobiographie nicht als Selbstverklärung, sondern als kulturgeschichtliches Dokument verstehen möchten. Es eröffnet einen präzisen Einblick in Kindheit, Geschlecht und Stand des 19. Jahrhunderts und berührt zugleich durch die Klarheit einer Stimme, die private Erinnerung in allgemeine Menschenkenntnis verwandelt.
Meine Kinderjahre entfaltet in der Form einer autobiographischen Rückschau die frühe Lebenswelt Marie von Ebner-Eschenbachs zwischen mährischem Schloss, Wiener Adel und familiären Verlusten. Der Text verbindet anschauliche Erinnerung mit psychologischer Genauigkeit: Kinderspiele, Erziehung, Standesrituale und erste Leseerfahrungen erscheinen nicht als bloße Anekdoten, sondern als Ursprung eines moralisch geschärften Blicks. Im Kontext des poetischen Realismus steht das Buch neben ihren Erzählungen durch nüchterne Beobachtung, feine Ironie und stille Empathie. Die Autorin, 1830 als Gräfin Dubský geboren, verlor ihre Mutter früh und wuchs in einer vielsprachigen, aristokratischen Umgebung auf, deren Privilegien sie kannte und deren Beschränkungen sie kritisch durchschaute. Ihre spätere Ehe mit Moritz von Ebner-Eschenbach, der Zugang zu höfischen Kreisen, aber auch die Erfahrung weiblicher Bildungsgrenzen prägten ihr Schreiben. Die Erinnerungen zeigen, wie aus familiärer Beobachtung, religiöser Prägung und sozialer Sensibilität jene ethische Erzählkunst entstand, die sie berühmt machte. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Autobiographie nicht als Selbstverklärung, sondern als kulturgeschichtliches Dokument verstehen möchten. Es eröffnet einen präzisen Einblick in Kindheit, Geschlecht und Stand des 19. Jahrhunderts und berührt zugleich durch die Klarheit einer Stimme, die private Erinnerung in allgemeine Menschenkenntnis verwandelt.
Details
Erscheinungsjahr: 2022
Fachbereich: Allgemeines
Genre: Geschichte, Importe
Rubrik: Geisteswissenschaften
Thema: Lexika
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 92 S.
ISBN-13: 9788027356386
ISBN-10: 8027356385
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Ebner-Eschenbach, Marie
Hersteller: e-artnow
Verantwortliche Person für die EU: e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 6 mm
Von/Mit: Marie Ebner-Eschenbach
Erscheinungsdatum: 16.12.2022
Gewicht: 0,148 kg
Artikel-ID: 126416736

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