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Doch Karl Heinz Bohrers Studie in zwölf Kapiteln sucht im literarischen Hasseffekt etwas ganz anderes. Nicht um den Hass als die begleitende Emotion eines politisch-weltanschaulichen Programms geht es ihm, sondern einzig um den literarischen Ausdruckswert, um die Rolle des Hasses als eines Mediums exzessiv gesteigerter Poesie. Dabei zeigt sich eine privilegierte Rolle von Charakteren des Hasses und ihres Ausdrucksvermögens in der Literatur, an deren Vorbild sich die Expressivität literarischer Sprache selbst entwickelt.
Bohrers Studien führen vom Beginn der Neuzeit, von Shakespeare, Kyd und Marlowe, über Milton, Swift, Kleist, Baudelaire, Strindberg und Céline bis in die Gegenwart: zu Sartre, Bernhard, Handke, Jelinek sowie Brinkmann und Goetz. Und zu Houellebecq, in dem die bösartige Affirmation des Hassenswerten, eine Zeitgenossenschaft ohne Hoffnung, kulminiert.
Doch Karl Heinz Bohrers Studie in zwölf Kapiteln sucht im literarischen Hasseffekt etwas ganz anderes. Nicht um den Hass als die begleitende Emotion eines politisch-weltanschaulichen Programms geht es ihm, sondern einzig um den literarischen Ausdruckswert, um die Rolle des Hasses als eines Mediums exzessiv gesteigerter Poesie. Dabei zeigt sich eine privilegierte Rolle von Charakteren des Hasses und ihres Ausdrucksvermögens in der Literatur, an deren Vorbild sich die Expressivität literarischer Sprache selbst entwickelt.
Bohrers Studien führen vom Beginn der Neuzeit, von Shakespeare, Kyd und Marlowe, über Milton, Swift, Kleist, Baudelaire, Strindberg und Céline bis in die Gegenwart: zu Sartre, Bernhard, Handke, Jelinek sowie Brinkmann und Goetz. Und zu Houellebecq, in dem die bösartige Affirmation des Hassenswerten, eine Zeitgenossenschaft ohne Hoffnung, kulminiert.
I will speak daggers to her
Hass-Reden in Shakespeares Dramen
Erhabener Hass
Satans Tragödie in Miltons Verlorenem Paradies
Satire oder Subversion?
Swift auf Gullivers Reisen
Hass bis in die Hölle
Kleists grausame Helden
La Haine
Ein poetologisches Schlüsselwort Baudelaires
Metaphysik des Hasses und der Liebe
Wagners Ring des Nibelungen
Strindbergs Totentänze
Oder: Hass im Wohnzimmer
Der Exzess ist unvermeidlich
Célines Reise ans Ende der Nacht
Hass - ein existentialistischer Code
Sartres Der Ekel und Die Fliegen
Hassen nur Österreicher auf deutsch?
Bernhard, Handke und Jelinek versus Goetz und Brinkmann
Hassen, um gehasst zu werden
Houellebecqs Version des Phantastischen
| Erscheinungsjahr: | 2019 |
|---|---|
| Genre: | Gattungen & Methoden |
| Rubrik: | Literaturwissenschaft |
| Medium: | Buch |
| Inhalt: | 493 S. |
| ISBN-13: | 9783518428818 |
| ISBN-10: | 3518428810 |
| Sprache: | Deutsch |
| Einband: | Gebunden |
| Autor: | Bohrer, Karl Heinz |
| Hersteller: | Suhrkamp |
| Verantwortliche Person für die EU: | Suhrkamp Verlag GmbH, Torstr. 44, D-10119 Berlin, info@suhrkamp.de |
| Maße: | 215 x 132 x 34 mm |
| Von/Mit: | Karl Heinz Bohrer |
| Erscheinungsdatum: | 01.10.2019 |
| Gewicht: | 0,593 kg |