Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Beschreibung
Kaum jemand, der das Neue Testament zur Hand nimmt und darin liest, wird auf den ersten Blick hin Anklänge an Platons Philosophie vernehmen. Zu fern ist uns Platons Denken geworden. Und ebenso denkt kein Leser von Platons Texten hierbei an die Zeugnisse von Christus, wie sie im Neuen Testament begegnen. Dennoch sind beide, Platon und Christus, miteinander geistig stärker verbunden, als der moderne Bibelleser vermeint. Kein Text ist ohne Bezug auf seine geistige Umwelt entstanden. Eine gute Hermeneutik weiß darum. Dass Platon der Begründer der Begriffe "Seelsorge" und "Theologie" ist, ist heute nahezu unbekannt, und doch hat er sie ins abendländische Denken eingeführt. Und nicht nur das: Im Neuen Testament gibt es Spuren von Platons Philosophie, denen es nachzuspüren lohnt. Man findet sie etwa in Leitbegriffen wie "Wahrheit", "Gott" und "Leben". Und interessanterweise waren es der Evangelist Johannes und der Apostel Paulus, die sich des geistigen Reichtums von Platons Philosophie wohlberaten bedient haben: ersichtlich an ihrer theologischen Rede von der "einen Wahrheit", von "Gott als Vater", vom "Leben als Angleichung an Gott" bzw. vom Menschen als "ewig lebendem Kind Gottes". So spricht Platon, so sprechen auch Johannes und Paulus.
Friedemann Richert geht diesen Verbindungslinien in drei Abschnitten nach, bei Platon beginnend, zu Johannes führend, bei Paulus endend. Dabei zeigt sich, dass Johannes und Paulus ihre Theologie zwar in christlicher Erhabenheit betreiben, aber für deren Ausformulierung durchaus auf Platon zurückgreifen. Zugespitzt ließe sich sagen: Man muss Platon kennen, will man Johannes und Paulus verstehen. In diesen gedanklichen Horizont will das Buch den Leser einweisen.
Kaum jemand, der das Neue Testament zur Hand nimmt und darin liest, wird auf den ersten Blick hin Anklänge an Platons Philosophie vernehmen. Zu fern ist uns Platons Denken geworden. Und ebenso denkt kein Leser von Platons Texten hierbei an die Zeugnisse von Christus, wie sie im Neuen Testament begegnen. Dennoch sind beide, Platon und Christus, miteinander geistig stärker verbunden, als der moderne Bibelleser vermeint. Kein Text ist ohne Bezug auf seine geistige Umwelt entstanden. Eine gute Hermeneutik weiß darum. Dass Platon der Begründer der Begriffe "Seelsorge" und "Theologie" ist, ist heute nahezu unbekannt, und doch hat er sie ins abendländische Denken eingeführt. Und nicht nur das: Im Neuen Testament gibt es Spuren von Platons Philosophie, denen es nachzuspüren lohnt. Man findet sie etwa in Leitbegriffen wie "Wahrheit", "Gott" und "Leben". Und interessanterweise waren es der Evangelist Johannes und der Apostel Paulus, die sich des geistigen Reichtums von Platons Philosophie wohlberaten bedient haben: ersichtlich an ihrer theologischen Rede von der "einen Wahrheit", von "Gott als Vater", vom "Leben als Angleichung an Gott" bzw. vom Menschen als "ewig lebendem Kind Gottes". So spricht Platon, so sprechen auch Johannes und Paulus.
Friedemann Richert geht diesen Verbindungslinien in drei Abschnitten nach, bei Platon beginnend, zu Johannes führend, bei Paulus endend. Dabei zeigt sich, dass Johannes und Paulus ihre Theologie zwar in christlicher Erhabenheit betreiben, aber für deren Ausformulierung durchaus auf Platon zurückgreifen. Zugespitzt ließe sich sagen: Man muss Platon kennen, will man Johannes und Paulus verstehen. In diesen gedanklichen Horizont will das Buch den Leser einweisen.
Über den Autor
Friedemann Richert, Dr. theol., Jahrgang 1959, ist seit 1991 Pfarrer der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Bis zu seinem Ruhestand ab Oktober 2023 war er von 2011 bis 2023 Dekan des Evangelischen Kirchenbezirks Künzelsau und Vorstandsvorsitzender des Kreisdiakonieverbandes Hohenlohekreis sowie der Diakoniestation Künzelsau. Von 2013 bis 2023 war er zudem Dozent für Ethik an der Hochschule Heilbronn, Campus Künzelsau. - Richert hat zahlreiche Aufsätze, Zeitungs- und Radiobeiträge verfasst und ist Autor folgender Bücher: Der endlose Weg der Utopie (WBG, 2001); Denken und Führen. Ethik für unsere Gesellschaft (WBG, 2006); Kleine Geistesgeschichte des Lachens (WBG, 22011, Hörbuch 2010); Über das Gute oder Warum Platon recht hat und die Neuzeit sich irrt (Bautzverlag, 2016); Das lateinische Gesicht Europas. Gedanken zur Seele eines Kontinents (Evangelische Verlagsanstalt, 2020). Das vorliegende Buch stellt die vollständige Neubearbeitung einer zuletzt 2014 bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft erschienenen vielbeachteten Studie dar.
Details
Erscheinungsjahr: 2026
Genre: Geisteswissenschaften, Kunst, Musik, Religion & Theologie
Religion: Christentum
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Reihe: Bedenken und Besinnen
Inhalt: 270 S.
ISBN-13: 9783942605397
ISBN-10: 3942605392
Sprache: Deutsch
Herstellernummer: 70-539
Einband: Klappenbroschur
Autor: Richert, Friedemann
Hersteller: Lepanto Verlag OHG
Verantwortliche Person für die EU: Lepanto Verlag OHG, Dr. Ansgar Sonntag, Mühlweg 37, D-90607 Rückersdorf, info@lepanto-verlag.de
Maße: 202 x 138 x 20 mm
Von/Mit: Friedemann Richert
Erscheinungsdatum: 20.02.2026
Gewicht: 0,372 kg
Artikel-ID: 134624605

Ähnliche Produkte