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Beschreibung
Wenn Literatur da beginnt, wo das Ich verstummt, dann gebührt Raymond Roussel ein besonderer Platz in ihr. Wie wenige andere hat er fiktionale Welten geschaffen, die ihm durch seine Herkunft, sein Milieu und seine Bildung für immer hätten verschlossen bleiben müssen.
Möglich wurde diese Distanz zu sich selbst durch seine konzeptuellen Schreibverfahren, denen er sich blind, ohne Wissen um die Folgen für die Repräsentation, unterwarf. Erdacht, um die Einzigartigkeit seiner Imagination zu bestätigen, dezentrieren sie die Instanz des Autors ebenso wie die Referentialität des Textes. Dezentrieren sie, aber löschen sie nicht aus. Zwischen Wahnsinn und Methode, Form und Formverlust, Exzentrik und Konformismus oszillierend, wird Roussels Werk derart zum Schauplatz einer verfremdenden Neuinszenierung der eigenen Kultur.
Im Durchgang durch das Gesamtwerk und unter Einbeziehung des Nachlasses rekonstruiert das vorliegende Buch Roussels paradoxe Poetik und erweist ihn als eine zentrale Figur der Moderne. Was ihn zu einem Zeitgenossen macht, ist nichts anderes als sein maßloser Glaube an die Zeichen.
Wenn Literatur da beginnt, wo das Ich verstummt, dann gebührt Raymond Roussel ein besonderer Platz in ihr. Wie wenige andere hat er fiktionale Welten geschaffen, die ihm durch seine Herkunft, sein Milieu und seine Bildung für immer hätten verschlossen bleiben müssen.
Möglich wurde diese Distanz zu sich selbst durch seine konzeptuellen Schreibverfahren, denen er sich blind, ohne Wissen um die Folgen für die Repräsentation, unterwarf. Erdacht, um die Einzigartigkeit seiner Imagination zu bestätigen, dezentrieren sie die Instanz des Autors ebenso wie die Referentialität des Textes. Dezentrieren sie, aber löschen sie nicht aus. Zwischen Wahnsinn und Methode, Form und Formverlust, Exzentrik und Konformismus oszillierend, wird Roussels Werk derart zum Schauplatz einer verfremdenden Neuinszenierung der eigenen Kultur.
Im Durchgang durch das Gesamtwerk und unter Einbeziehung des Nachlasses rekonstruiert das vorliegende Buch Roussels paradoxe Poetik und erweist ihn als eine zentrale Figur der Moderne. Was ihn zu einem Zeitgenossen macht, ist nichts anderes als sein maßloser Glaube an die Zeichen.
Details
Erscheinungsjahr: 2023
Rubrik: Sprachwissenschaft
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 704 S.
ISBN-13: 9783962730741
ISBN-10: 3962730745
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Gilleßen, Maximilian
Auflage: 1/2024
Hersteller: Merve Verlag
Verantwortliche Person für die EU: Merve Verlag GmbH, Tom Lamberty, Kolonnadenstr. 5, D-04109 Leipzig, merve@merve.de
Maße: 170 x 120 x 42 mm
Von/Mit: Maximilian Gilleßen
Erscheinungsdatum: 11.11.2023
Gewicht: 0,593 kg
Artikel-ID: 127958301