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Beschreibung
Alfred Adlers Studie über Minderwertigkeit von Organen gehört zu den Gründungstexten jener Denkbewegung, aus der später die Individualpsychologie hervorging. Ausgehend von klinischen Beobachtungen untersucht Adler, wie körperliche Schwächen, Fehlbildungen oder funktionelle Defizite nicht nur somatische Folgen haben, sondern seelische Kompensationen, Ehrgeizbildungen und charakterliche Strategien hervorrufen können. Der Stil ist medizinisch präzise, argumentativ dicht und zugleich von einer bemerkenswerten psychologischen Weitsicht geprägt; im Kontext der frühen Psychoanalyse verschiebt das Buch den Blick von der Triebtheorie zur Dynamik von Minderwertigkeit und Überwindung. Alfred Adler, 1870 in Wien geboren, war Arzt, Neurologe und Psychotherapeut. Seine Erfahrungen mit Krankheit, sozialer Benachteiligung und kindlicher Verwundbarkeit sensibilisierten ihn für die Frage, wie Menschen aus Schwäche Stärke zu gewinnen suchen. Als zeitweiliger Weggefährte Sigmund Freuds und später eigenständiger Theoretiker verband Adler medizinische Diagnostik mit sozialpsychologischer Deutung und entwickelte daraus ein Menschenbild, das Zielstrebigkeit, Gemeinschaftsgefühl und Lebensstil in den Mittelpunkt stellt. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die die historischen Wurzeln moderner Psychologie verstehen möchten. Es ist keine bloße medizinische Abhandlung, sondern ein Schlüsseltext über Kompensation, Selbstgestaltung und die produktive Macht menschlicher Verletzlichkeit.
Alfred Adlers Studie über Minderwertigkeit von Organen gehört zu den Gründungstexten jener Denkbewegung, aus der später die Individualpsychologie hervorging. Ausgehend von klinischen Beobachtungen untersucht Adler, wie körperliche Schwächen, Fehlbildungen oder funktionelle Defizite nicht nur somatische Folgen haben, sondern seelische Kompensationen, Ehrgeizbildungen und charakterliche Strategien hervorrufen können. Der Stil ist medizinisch präzise, argumentativ dicht und zugleich von einer bemerkenswerten psychologischen Weitsicht geprägt; im Kontext der frühen Psychoanalyse verschiebt das Buch den Blick von der Triebtheorie zur Dynamik von Minderwertigkeit und Überwindung. Alfred Adler, 1870 in Wien geboren, war Arzt, Neurologe und Psychotherapeut. Seine Erfahrungen mit Krankheit, sozialer Benachteiligung und kindlicher Verwundbarkeit sensibilisierten ihn für die Frage, wie Menschen aus Schwäche Stärke zu gewinnen suchen. Als zeitweiliger Weggefährte Sigmund Freuds und später eigenständiger Theoretiker verband Adler medizinische Diagnostik mit sozialpsychologischer Deutung und entwickelte daraus ein Menschenbild, das Zielstrebigkeit, Gemeinschaftsgefühl und Lebensstil in den Mittelpunkt stellt. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die die historischen Wurzeln moderner Psychologie verstehen möchten. Es ist keine bloße medizinische Abhandlung, sondern ein Schlüsseltext über Kompensation, Selbstgestaltung und die produktive Macht menschlicher Verletzlichkeit.
Über den Autor
Alfred Adler war ein österreichischer Psychiater, Psychologe und Begründer der Individualpsychologie. Geboren am 7. Februar 1870 in Wien, studierte Adler Medizin und spezialisierte sich zunächst auf Augenheilkunde, bevor er sich der Psychiatrie und Psychotherapie zuwandte. Adler wurde bekannt als einer der ersten Mitstreiter Sigmund Freuds in der psychoanalytischen Bewegung, trennte sich jedoch 1911 von Freud und entwickelte eine eigenständige Theorie, die sich stärker auf soziale und interpersonelle Aspekte des menschlichen Verhaltens konzentrierte. Seine Individualpsychologie betont die Bedeutung von Gemeinschaftsgefühl, der Suche nach Zugehörigkeit und der Überwindung von Minderwertigkeitsgefühlen. Adlers Werk hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf die Psychotherapie, Pädagogik und Sozialarbeit. Er prägte Konzepte wie den "Minderwertigkeitskomplex", das "Lebensziel" und die Bedeutung frühkindlicher Erfahrungen für die Persönlichkeitsentwicklung. Zu seinen wichtigsten Schriften gehören Praxis und Theorie der Individualpsychologie (1920) und Der Sinn des Lebens (1933). Adler war ein Verfechter der sozialen Gerechtigkeit und betonte die Bedeutung von Erziehung und Prävention zur Förderung psychischer Gesundheit. Er hielt weltweit Vorträge und gründete zahlreiche Erziehungsberatungsstellen. Alfred Adler starb am 28. Mai 1937 während einer Vortragsreise in Aberdeen, Schottland. Seine Theorien sind bis heute zentraler Bestandteil der modernen Psychotherapie und psychologischen Praxis.
Details
| Erscheinungsjahr: | 2022 |
|---|---|
| Fachbereich: | Psychoanalyse |
| Genre: | Importe, Psychologie |
| Rubrik: | Geisteswissenschaften |
| Medium: | Taschenbuch |
| Inhalt: | 72 S. |
| ISBN-13: | 9788027364930 |
| ISBN-10: | 8027364930 |
| Sprache: | Deutsch |
| Einband: | Kartoniert / Broschiert |
| Autor: | Adler, Alfred |
| Hersteller: | e-artnow |
| Verantwortliche Person für die EU: | e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com |
| Maße: | 229 x 152 x 5 mm |
| Von/Mit: | Alfred Adler |
| Erscheinungsdatum: | 20.12.2022 |
| Gewicht: | 0,12 kg |