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Beschreibung
Marie Nathusius' Tagebuch eines armen Fräuleins entfaltet in der Form intimer Aufzeichnungen das Sitten- und Gefühlsbild einer Frau, deren prekäre soziale Lage mit großer psychologischer Genauigkeit sichtbar wird. Das Werk verbindet die Unmittelbarkeit des Tagebuchromans mit der moralischen Reflexion des bürgerlichen Realismus des 19. Jahrhunderts: Armut, weibliche Abhängigkeit, Frömmigkeit und Selbstbehauptung werden nicht sensationell, sondern mit stiller Eindringlichkeit gestaltet. Gerade in dieser nüchternen, zugleich empfindsamen Erzählweise liegt die literarische Bedeutung des Buches. Marie Nathusius, selbst im protestantisch-bürgerlichen Milieu des 19. Jahrhunderts verankert, schrieb aus genauer Kenntnis weiblicher Lebenswelten, sozialer Unsicherheit und religiös geprägter Innerlichkeit. Ihr Werk steht im Zusammenhang ihres umfassenden sozialen und erzieherischen Engagements; es ist von der Überzeugung getragen, dass Literatur nicht nur unterhalten, sondern sittliche und gesellschaftliche Orientierung geben könne. Diese Verbindung von lebenspraktischer Erfahrung und schriftstellerischer Absicht prägt auch dieses Buch. Wer sich für Frauenliteratur des 19. Jahrhunderts, für die Sozialgeschichte des Bürgertums oder für die moralischen Spannungen zwischen Bedürftigkeit und Würde interessiert, wird dieses Werk mit Gewinn lesen. Es empfiehlt sich als aufschlussreicher, bewegender Text, der historische Distanz überbrückt und noch heute durch seine humane Aufmerksamkeit überzeugt.
Marie Nathusius' Tagebuch eines armen Fräuleins entfaltet in der Form intimer Aufzeichnungen das Sitten- und Gefühlsbild einer Frau, deren prekäre soziale Lage mit großer psychologischer Genauigkeit sichtbar wird. Das Werk verbindet die Unmittelbarkeit des Tagebuchromans mit der moralischen Reflexion des bürgerlichen Realismus des 19. Jahrhunderts: Armut, weibliche Abhängigkeit, Frömmigkeit und Selbstbehauptung werden nicht sensationell, sondern mit stiller Eindringlichkeit gestaltet. Gerade in dieser nüchternen, zugleich empfindsamen Erzählweise liegt die literarische Bedeutung des Buches. Marie Nathusius, selbst im protestantisch-bürgerlichen Milieu des 19. Jahrhunderts verankert, schrieb aus genauer Kenntnis weiblicher Lebenswelten, sozialer Unsicherheit und religiös geprägter Innerlichkeit. Ihr Werk steht im Zusammenhang ihres umfassenden sozialen und erzieherischen Engagements; es ist von der Überzeugung getragen, dass Literatur nicht nur unterhalten, sondern sittliche und gesellschaftliche Orientierung geben könne. Diese Verbindung von lebenspraktischer Erfahrung und schriftstellerischer Absicht prägt auch dieses Buch. Wer sich für Frauenliteratur des 19. Jahrhunderts, für die Sozialgeschichte des Bürgertums oder für die moralischen Spannungen zwischen Bedürftigkeit und Würde interessiert, wird dieses Werk mit Gewinn lesen. Es empfiehlt sich als aufschlussreicher, bewegender Text, der historische Distanz überbrückt und noch heute durch seine humane Aufmerksamkeit überzeugt.
Details
Erscheinungsjahr: 2026
Genre: Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 80 S.
ISBN-13: 9788028522087
ISBN-10: 8028522084
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Nathusius, Marie
Hersteller: Copycat
Verantwortliche Person für die EU: Copycat s.r.o., 22, Holesovice, Schnirchova 662, ?-170 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 5 x 152 x 229 mm
Von/Mit: Marie Nathusius
Erscheinungsdatum: 26.04.2026
Gewicht: 0,131 kg
Artikel-ID: 135285545