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Beschreibung
Wie fünf Mädchen im Branntwein jämmerlich umkommen ist eine eindringliche Erzählung über Verführung, Verwahrlosung und gesellschaftliche Mitschuld. Gotthelf gestaltet den Weg junger Frauen in die Katastrophe nicht als bloße Moritat, sondern als realistische Studie ländlicher Lebensverhältnisse, in denen Armut, Leichtsinn, Wirtshauskultur und moralische Blindheit ineinandergreifen. Sein Stil verbindet drastische Anschaulichkeit, volkstümliche Rede, biblisch geschulte Mahnung und sozialkritische Beobachtung; literarisch steht der Text im Umfeld des frühen Realismus und der protestantischen Erbauungs- und Reformliteratur des 19. Jahrhunderts. Jeremias Gotthelf, eigentlich Albert Bitzius, war Pfarrer im bernischen Emmental und kannte die sozialen Spannungen seiner Zeit aus unmittelbarer Seelsorge. Seine Tätigkeit brachte ihn mit Familiennot, Alkoholmissbrauch, Erziehungsfragen und bäuerlicher Ökonomie in Berührung. Diese Erfahrung erklärt die Schärfe, mit der er den Branntwein nicht nur als individuelles Laster, sondern als Symptom einer gefährdeten Gemeinschaft darstellt. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Literatur als moralische Erkenntnisform ernst nehmen. Es bietet keine bequeme Unterhaltung, sondern eine kraftvolle, historisch aufschlussreiche Warnung vor sozialer Gleichgültigkeit. Gerade in seiner Strenge bleibt Gotthelfs Text überraschend aktuell.
Wie fünf Mädchen im Branntwein jämmerlich umkommen ist eine eindringliche Erzählung über Verführung, Verwahrlosung und gesellschaftliche Mitschuld. Gotthelf gestaltet den Weg junger Frauen in die Katastrophe nicht als bloße Moritat, sondern als realistische Studie ländlicher Lebensverhältnisse, in denen Armut, Leichtsinn, Wirtshauskultur und moralische Blindheit ineinandergreifen. Sein Stil verbindet drastische Anschaulichkeit, volkstümliche Rede, biblisch geschulte Mahnung und sozialkritische Beobachtung; literarisch steht der Text im Umfeld des frühen Realismus und der protestantischen Erbauungs- und Reformliteratur des 19. Jahrhunderts. Jeremias Gotthelf, eigentlich Albert Bitzius, war Pfarrer im bernischen Emmental und kannte die sozialen Spannungen seiner Zeit aus unmittelbarer Seelsorge. Seine Tätigkeit brachte ihn mit Familiennot, Alkoholmissbrauch, Erziehungsfragen und bäuerlicher Ökonomie in Berührung. Diese Erfahrung erklärt die Schärfe, mit der er den Branntwein nicht nur als individuelles Laster, sondern als Symptom einer gefährdeten Gemeinschaft darstellt. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Literatur als moralische Erkenntnisform ernst nehmen. Es bietet keine bequeme Unterhaltung, sondern eine kraftvolle, historisch aufschlussreiche Warnung vor sozialer Gleichgültigkeit. Gerade in seiner Strenge bleibt Gotthelfs Text überraschend aktuell.
Details
Erscheinungsjahr: 2022
Genre: Importe, Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 48 S.
ISBN-13: 9788027353118
ISBN-10: 8027353114
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Gotthelf, Jeremias
Hersteller: e-artnow
Verantwortliche Person für die EU: e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 4 mm
Von/Mit: Jeremias Gotthelf
Erscheinungsdatum: 16.12.2022
Gewicht: 0,086 kg
Artikel-ID: 127836960